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18.01.2011

15:06 Uhr

Brauerei

Veltins legt gegen den Trend zu

In Deutschland wird seit geraumer Zeit immer weniger Bier getrunken. So mache Brauerei muss daher kämpfen. Veltins zeigt sich von dem schwierigen Markt unbeeindruckt und wächst gegen den Trend.

Veltins ist auf einem guten Weg. dpa

Veltins ist auf einem guten Weg.

HB DÜSSELDORF/MESCHEDE. Die Veltins-Brauerei ist im vergangenen Jahr trotz des weiter rückläufigen Biermarktes kräftig gewachsen. Der Ausstoß stieg um 4,8 Prozent auf 2,58 Millionen Hektoliter, wie die Brauerei am Dienstag in Düsseldorf berichtete.

Damit ist die im sauerländischen Meschede-Grevenstein beheimatete Brauerei nach eigenen Angaben 2010 die wachstumsstärkste Großbrauerei gewesen. Der Umsatz kletterte um 4,7 Prozent auf 268 Millionen Euro.

Der Pro-Kopf-Verbrauch beim Bier sei in den vergangenen sieben Jahren in Deutschland um fast zehn auf knapp 108 Liter gesunken. Das habe sich 2010 in einem extremen Preiswettbewerb der Markenbiere bemerkbar gemacht. Gut liefen die Geschäfte mit Biermisch-Getränken.

Sie legten um 7,5 Prozent zu und machen 503 000 Hektoliter des Veltins-Ausstoßes aus. Mit einem Marktanteil von 10,6 Prozent habe man die Marktführerschaft im Biermix-Segment übernommen.

Mit den Erträgen sei man "sehr zufrieden", sagte der Generalbevollmächtigte der Brauerei, Michael Huber. Veltins ist nach eigenen Angaben in der Hitliste der deutschen Biermarken hinter Oettinger, Krombacher, Bitburger und Warsteiner auf den fünften Platz gerückt. Für 2011 blieb Huber zurückhaltend: "Wir können keine gleichen Zuwächse erwarten. Es sollte uns aber möglich sein, die Zahlen zu halten." Trotz zum Teil drastisch gestiegener Energie- und Rohstoffpreise komme eine Preiserhöhung nicht infrage. Die Kostensteigerungen müssten intern aufgefangen werden.

Die Veltins-Gruppe, die neben der Brauerei auch einen Getränkehandel betreibt, macht nicht einmal mehr die Hälfte des Umsatzes mit Bier. Insgesamt setzte die Veltins-Gruppe im vergangenen Jahr 644 Millionen Euro um. Den Rückgang um vier Millionen Euro erklärt Huber mit dem Verkauf einiger Getränkemärkte.

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