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08.09.2014

12:49 Uhr

Brita-Chef Markus Hankammer

„In Zukunft designt jeder sein Wasser selbst“

VonKatrin Terpitz

ExklusivVom Taunus aus haben Wasserfilter von Brita den Weltmarkt erobert. Firmenerbe Markus Hankammer peilt nun eine halbe Milliarde Euro Umsatz an. Die Konkurrenz von Warren Buffett schreckt ihn nicht.

Brita-Chef Markus Hankammer vor der Firmenzentrale im Taunus.

Brita-Chef Markus Hankammer vor der Firmenzentrale im Taunus.

TaunussteinWer durch die saftig-grünen Hügel des Taunus zum Stammsitz von Brita fährt, kommt an einem Kreisel vorbei. Aus dem Felsbrocken in der Mitte sprudelt klares Wasser. „Gesponsert von BRITA“ steht da unübersehbar.  

Im idyllischen Taunusstein werden seit rund vier Jahrzehnten die Kartuschen, das Herzstück der Brita Wasserfilter, gefertigt. Mehr als 40 Millionen Stück laufen hier im Jahr vom Band. Weltbekannt ist Brita vor allem für seinen Tischwasserfilter in Karaffenform. Doch längst hat der Mittelständler diverse andere Geräte entwickelt, die mehr können als Wasser zu demineralisieren.

Der Hahn des Wasserspenders in der Eingangshalle zum Beispiel mutet futuristisch an. Er könnte glatt vom Raumschiff Enterprise stammen. Markus Hankammer, Firmenchef in zweiter Generation, drückt auf einen leuchtenden blauen Knopf. Heraus kommt gefiltertes und gekühltes Wasser – still oder gesprudelt. Dann drückt er einen roten Knopf, es blinkt. Dampfend heißes Wasser fließt in die Teetasse – gefiltert und entkalkt.

Das Familienunternehmen aus Hessen hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Wassertrinken zu revolutionieren. „In Zukunft designt jeder sein Wasser selbst“, prophezeit Brita-Chef Markus Hankammer im Gespräch mit dem Handelsblatt. Gefiltertes Leitungswasser werde mit Vitaminen und Mineralien optimiert – ganz nach individuellem Bedürfnis und Geschmack. „Maßgeschneidertes Wasser sozusagen“, sagt Hankammer.

Wettbewerber BWT aus Österreich etwa bietet bereits einen Filter an, der Magnesium zusetzt. Brita gilt zwar als ein Marktführer für Tischwasserfilter, ist aber beileibe nicht der einzige Anbieter auf dem unübersichtlichen Markt für Wasserfilter diverser Art.

Fünf Fragen an Markus Hankammer

Schwach werde ich, …

bei meiner Frau und meinen Kindern.

Ich würde einmal gerne Abendessen mit…

Steve Jobs (leider zu spät).

Die wichtigste Lehre aus meinem bisherigen Geschäftsleben lautet

Man muss immer wieder aufstehen und weiter kämpfen!

Fit gehalten habe ich mich zuletzt mit…

Schwimmen (natürlich Wasser!) und Laufen.

Wenn ich nicht Unternehmer geworden wäre, hätte ich…

nicht gewusst, was ich machen soll!

Bei Filtern direkt am Wasserhahn gibt es weitere Platzhirsche aus den USA oder Japan. Der Markt für Geräte unter der Spüle ist noch deutlich fragmentierter, weiß Branchenkenner Hans-Martin Blüder, Geschäftsführer der InsightOut Unternehmensberatung. „Die Technologie an sich – Aktivkohle und Ionentauscher - ist kein Hexenwerk, die beherrschen andere auch.“

Allerdings ist Brita die weltweit einzige echte Marke, betont Blüder. Entsprechend viele Übernahmeofferten erhalten die Taunussteiner. Doch für Familie Hankammer steht fest: „Verkauf ist für uns kein Thema.“

Kommentare (5)

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Herr Tenzin Konchuk

08.09.2014, 13:35 Uhr

Kokain, Psychoharmaka, Neuroleptika, Amphetamine und sonstiges. All dies bekommt der Super Filter herraus.
Gut das Viktor Schauberger ein Blödmann war.

Herr Josef Schmidt

08.09.2014, 13:39 Uhr

Helfen die ganzen Vitaminen und Mineralien auch gegen Dummheit ?

Nein ? Schade.

Herr Tenzin Konchuk

08.09.2014, 13:48 Uhr

Vitamine im Wasser ???
Mineralien im Wasser
( Aber natürlich )

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