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19.04.2017

14:11 Uhr

Carl Manner

Schokowaffel-Patriarch mit 87 Jahren gestorben

Der österreichische Unternehmer Carl Manner ist mit 87 Jahren gestorben. Er prägte über Jahrzehnte das familieneigene Süßwarenunternehmen, dessen „Manner Schnitten“ weit über die Landesgrenzen hinaus beliebt sind.

Der Enkel des Firmengründers verstarb in einem Wiener Krankenhaus. dpa

Carl Manner

Der Enkel des Firmengründers verstarb in einem Wiener Krankenhaus.

WienDer Enkel des Firmengründers der weit über Österreich hinaus bekannten „Manner Schnitten“ ist tot. Carl Manner starb am Mittwoch mit 87 Jahren in einem Wiener Krankenhaus, teilte das Unternehmen mit. „Wir werden es vermissen, ihn täglich an seinem Schreibtisch anzutreffen“, hieß es. Sein zurückhaltender Stil und seine Werte hätten die Firma stark geprägt. Manner galt wegen seines feinen Humors als beliebter Gesprächspartner. Trotz seiner Erfolge blieb er authentisch - trockene Managersprache war ihm fremd.

Mit 24 Jahren trat der promovierte Mathematiker und Physiker in den Betrieb ein und blieb bis zu seinem Tod aktiv. Jeden Tag soll er sich über die Verkaufszahlen des Vortages informiert haben. Zuletzt war er Aufsichtsratsvorsitzender. Zu seinem 80. Geburtstag bekam er von seinen Mitarbeitern einen Computer geschenkt. „Das Internet gibt mir Zutritt zu Informationen, die für mich interessant sind“, sagte er einmal zur Tageszeitung „Kurier“.

Die beliebtesten Schokolademarken Deutschlands

Platz 10

Sarotti

Die Schokomarke mit dem Mohr hat ihre Wurzeln in Berlin, doch kommt heute aus dem Hause Stollwerck und wird in Köln produziert.

Umfrage: Ifak Institut, Ipsos, GfK Media and Communication Research.

Platz 9

Toblerone

Die dreieckige Schokolade aus der Schweiz ist auch hierzulande ein Verkaufshit. Die Schokomarke gehört dem Lebensmittelmulti Mondelēz, der auch Milka produziert.

Platz 8

Trumpf/Schogetten

In Aachen begann die Erfolgsgeschichte der vorportionierten Tafeln. Mittlerweile gehört die Schokoladenmarke zur Krüger-Gruppe und wird auch in den großen Discountern vertrieben.

Platz 7

Kinderschokolade

„Mit der Extra-Portion Milch“ wirbt der Hersteller Ferrero für seine süßen Tafeln. Dabei bleibt die Hauptzutat natürlich Zucker.

Platz 6

Alpia

Auch die rosa Schokomarke kommt aus dem Hause Stollwerck und soll vor allem preisbewusste Kunden ansprechen.

Platz 5

Merci

Das schokoladige Dankeschön in Form kleiner Schokoriegel aus dem Hause Storck ist in Deutschland weiterhin gefragt. Inzwischen wird es in 70 Ländern weltweit vertrieben.

Platz 4

Yogurette

„Jung, Schwung, Stimmung“. Die Schokoriegel mit Erdbeer-Joghurt-Geschmack haben mittlerweile viele saisonabhängige Ableger.

Platz 3

Lindt

Der internationale Schokokonzern aus der Schweiz genießt auch in Deutschland einen guten Ruf - von Schokohasen bis Pralines.

Platz 2

Ritter Sport

Zuletzt machte der Mittelständler aus Waldenbuch durch einen Streit mit der Stiftung Warentest von sich reden. Der Beliebtheit tut das keinen Abbruch.

Platz 1

Milka

Der lila Riese dominiert die deutsche Schokobranche. Mittlerweile wird die Marke auch auf etlichen anderen Produkten vermarktet.

Manner lebte für seine Süßwaren, obwohl sie ihm selbst wohl gar nicht so gut schmeckten. Sie würden ihm „im Hals kratzen“, erzählte er oft mit einem Lachen. Verheiratet war er nie, auch Kinder hatte er keine. Sein Hund war allerdings stets an seiner Seite.

Sein Großvater, Josef Manner, gründete das Süßwaren-Unternehmen 1890 in Wien. Übernahmeangebote lehnte die Familie stets ab. Die hellrosa verpackten Schokowaffeln gehören in der Zwischenzeit zur österreichischen Identität.

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