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11.04.2006

09:41 Uhr

CRM auf dem Vormarsch

Kundendaten-Software steigern den Umsatz

VonFlorian Vollmers

Eine neue Generation von Programmen zur Verwaltung von Kundendaten erobert den Markt. Experten sehen die so genannten Customer-Relationship-Management-Programme vor einem Boom. Sie sollen den Unternehmen helfen, die Wünsche ihrer Kunden besser zu erkennen.

BREMEN. Die Erfolgs-Story von Dieter Klages kann sich sehen lassen: Der Inhaber und Geschäftsführer der Klages & Partner GmbH aus Wallenhorst bei Osnabrück konnte den Umsatz seines Unternehmens in fünf Jahren um 100 Prozent auf 2,2 Mill. Euro steigern – und das bei gleichbleibender Zahl von 23 Außendienstmitarbeitern. Klages versorgt rund 350 Krankenhäuser mit Computerprogrammen, die auf die Gesundheitsbranche zugeschnitten sind, zum Beispiel zur Dienstplanerfassung. „Das Wachstum haben wir auch der Einführung einer neuen Software zu verdanken“, sagt Klages. „Denn damit haben wir höhere Transparenz im Vertrieb und eine stärkere Kundenbindung erreicht.“

Der Erfolg von Dieter Klages steht für einen Trend, dem Branchenexperten enormes Potential zuschreiben: Eine neue Generation von Programmen zur Verwaltung von Kundendaten erobert den Markt – und wird ihre Abnehmer in erster Linie in mittelständischen Unternehmen finden.

Lange schon gilt Customer Relationship Management (CRM) als zentraler Wettbewerbsvorteil des Mittelstands: Denn im Gegensatz zu Großunternehmen haben sie den Ruf, sich besonders stark an den Wünschen ihrer Kunden zu orientieren. Eine zentrale Erfassung und effiziente Auswertung von Kundendaten ist dabei unverzichtbar – und dabei leistet CRM-Software Hilfestellung.

„Die Zeit ist reif für den deutschen Mittelstand, in CRM-Software zu investieren“, sagt Rüdiger Spies, Analyst der Experton-Group. „Die Hersteller erwarten eine deutlich höhere Nachfrage.“ Zuletzt haben deshalb SAP und Microsoft ihre CRM-Angebote ausgeweitet. „Viele Mittelständler betreiben ihr CRM mit Word oder Excel, den meisten fehlt immer noch eine übergeordnete CRM-Technik“, berichtet Spies und warnt: „Wer sich nicht bald darum kümmert, wird angesichts immer komplexer werdender Kundenanforderungen in arge Bedrängnis kommen.“

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