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20.07.2011

10:23 Uhr

"Daily Deal"

Drei Finanzierungsrunden, zwei Brüder, ein Erfolg

VonAnja Steinbuch

Zwei Brüder und ein USA-Aufenthalt: Diese Kombination führte zur Gründung des ersten deutschen Couponing-Anbieters Daily Deal. Ganze drei Male mussten Ferry und Fabian Heilemann eine Finanzierungsrunde einläuten.

Drei Finanzierungsrunden führten Daily Deal und seine Gründer zum Erfolg. Quelle: PR

Drei Finanzierungsrunden führten Daily Deal und seine Gründer zum Erfolg.

HamburgFabian Heilemann hat 2009 in Stanford das Summer Institute for Entrepreneurship - eine Art Crashkurs für Unternehmensgründer - absolviert. Zuhause in Deutschland erzählte er seinem Bruder Ferry, wie in den USA Online-Rabattmarken den Umsatz von Einzelhändlern ankurbeln. Über die Coupons wird der Preis für einen Restaurant- oder Friseurbesuch sowie andere Dienstleistungen um bis zu 90 Prozent reduziert.

"Das müssten wir in Deutschland auch machen", sagte der ältere dem jüngeren Bruder. Daraufhin entwickelten die beiden das Geschäftsmodell für ein deutsches Couponing-Portal. Und sie fanden einen Namen: Daily-Deal. Eine "Saure-Gurken-Zeit" begann, wie sich Fabian Heilemann erinnert. In einer Einzimmerwohnung feilten er und sein Bruder an ihrer Lösung, bis sie sich trauten, mit Business Angels über eine Anschubfinanzierung zu sprechen.

Im Dezember 2009 stiegen dann Michael Brehm - Mitgründer von studiVZ - und Stefan Glänzer - Gründer des Autoportals ricardo.de und des Internetradios Last.fm - als private Finanzierer ein. Gemeinsam hob das Quartett Deutschlands ersten Couponing-Anbieter aus der Taufe. Anschubfinanzierer Glänzer: "Zum Thema Gutschein-Networking hatte ich mir schon einige Pitches angeschaut. Aber die Heilemann Brüder waren das stärkste Team. Sie haben eine Idee aus den USA innerhalb von zwölf Monaten zu einer Marke entwickelt."

Ferry und Fabian Heilemann (v.l.), die Gründer von Daily Deal. Quelle: PR

Ferry und Fabian Heilemann (v.l.), die Gründer von Daily Deal.

Der erste und schwierigste Schritt war getan. Ende Dezember 2009 war die Internetseite online, die Umsätze und vor allem die Investitionssummen stiegen. Fabian Heilemann: "Wir brauchten eine zweite Finanzierungsrunde." Und schnell musste es gehen, denn die Konkurrenz schlief nicht mehr. "Wer nicht expandiert und neue Außendienstler ausschwärmen lässt, um noch mehr Einzelhändler als Partner zu gewinnen, ist schnell weg vom Fenster", so der ältere Bruder.

Brehm und Glänzer öffneten neue Türen, nun auch zu institutionellen Wagnisfinanzierern. Man sprach bei renommierten Investoren wie dem Schweizer Venture-Capital (VC)-Fonds Adinvest vor. "Diesmal hatten wir schon detaillierte Zahlen im Gepäck", erinnert sich Ferry Heilemann. "Auch unsere Wachstumsstrategie hatten wir klar definiert." Die Schweizer investierten. Im Frühjahr 2010, wenige Monate nach der ersten Finanzierung, flossen mehrere Millionen Euro in die Firma.

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