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08.09.2011

00:00 Uhr

Dauerthema Personalmanagement

Wie Software bei der Bewerberauswahl helfen kann

VonAndreas Schulte

Welche Ausbildung hat der Mitarbeiter? Welcher Bewerber ist qualifiziert? Diese und andere Fragen können Firmen sich heute ganz einfach per Software beantworten lassen. Vorausgesetzt sie investieren.

Software für Personalmanagement lohnt sich auch schon für kleinere Betriebe. Reuters

Software für Personalmanagement lohnt sich auch schon für kleinere Betriebe.

KölnDie wichtigsten Arbeiten will Dirk Meier in zwei Monaten erledigt haben. Alter, Ausbildung, Qualifikationen, Zeugnisse - alle Informationen über die Mitarbeiter lägen dann in digitaler Form vor, sagt der IT-Leiter von EAE Ewert Ahrensburg Electronic. Das soll die Personaler des Anbieters von Automatisierungslösungen mit Standort nahe Hamburg entlasten: "Die Information etwa darüber, wer welche Betriebsvereinbarung unterzeichnet hat, kommt per Mausklick. Viele Wege ins Archiv entfallen. Die Personalabteilung arbeitet effektiver", meint Meier.

Ein Projekt mit Vorbildcharakter - denn effektive Personalabteilungen sind bei deutschen Unternehmen selten. Das ergab eine Umfrage der Hamburger Beratung Steria Mummert: Zwei Drittel der anfallenden Prozesse können demnach verbessert werden - bei Mittelständlern sogar noch mehr.

"Wer administrative Tätigkeiten automatisiert, hat mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben wie Personalbeschaffung oder Mitarbeitermotivation. Das ist gerade bei Mittelständlern wichtig, weil sie den Fachkräftemangel stärker spüren als Großunternehmen", erklärt Andreas Schmidt, Berater bei Steria Mummert Consulting.

Trotzdem unternehme der Mittelstand derzeit keine größeren Anstrengungen, um auf den gestiegenen Bedarf an effizienten Personalprozessen zu reagieren. "Das ist ein Dauerthema", sagt Schmidt.
Software lohnt ab 100 Mitarbeitern.

Dabei sind die Möglichkeiten zur Modernisierung vielfältig. "Eine Software für das Personalmanagement lohnt sich ab einer Betriebsgröße von 100 Mitarbeitern", äußert Martin Tschackert, Vertriebsmanager des internationalen Softwareunternehmens Aquire, das entsprechende Produkte anbietet.

Die Programme liefern wichtige Kennzahlen - etwa um die Arbeitskraft eines Vertrieblers einschätzen zu können. Neben seinem Ausbildungsstand geben sie beispielsweise Auskunft über seinen Verdienst und darüber, wie viel er und seine Abteilung erwirtschaften. Zudem verringere die zusätzliche digitale Speicherung die Gefahr des Datenverlusts, sagt IT-Experte Meier.

Die Grundausstattung für einen 150 Mitarbeiter starken Betrieb kostet laut Tschackert rund 50000 Euro. Nach spätestens einem Jahr hätten sich diese Kosten meist amortisiert. Die vergleichbaren Mitarbeiter-Informationen würden nicht nur den administrativen Aufwand der Personaler verringern, sie ermöglichten es ihnen auch, bei Stellenbesetzungen objektiver zu urteilen, erläutert er.

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