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24.02.2013

15:43 Uhr

Deutscher Mittelstand

Mehr Firmenschließungen als Gründungen

Die Zahl der Unternehmensschließungen steigt. Demgegenüber entstehen weniger neue Firmen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn.

Viele mittelständische Betriebe schließen. Die Zahl der Neugründungen ist geringer. dpa

Viele mittelständische Betriebe schließen. Die Zahl der Neugründungen ist geringer.

DüsseldorfIm vergangenen Jahr wurden nach einem Bericht des Handelsblatts (Montagsausgabe) mehr Unternehmen geschlossen als gegründet. Das wird das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) am Montag in Bonn bekannt geben. 376.400 Unternehmer gaben ihr Geschäft auf, aber nur 350.000 Menschen gründeten ein Unternehmen oder Kleingewerbe.

Die neue IfM-Präsidentin Friederike Welter sagte: „Einen noch stärkeren Einbruch haben Gründungen durch ausländische Staatsangehörige verhindert.“ Ihr Anteil an den Gründungen stieg von knapp 39 auf fast 46 Prozent.

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Kommentare (2)

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Account gelöscht!

18.03.2013, 12:09 Uhr

Diesen Bericht muss man sicherlich aus verschiedenen Blickwinkeln sehen. Ich denke, dass diese Zahl nicht die Unternehmen betrifft die 100 oder mehr Mitarbeiter haben. Es trifft in erster Linie auf die kleinen Unternehmen zu.

Wenn man sich umhört wie ältere Firmeninhaber sich bemühen einen Nachfolger zu finden und dann erzählt bekommt „Ich finde niemanden – ich musste den Betrieb abwickeln“, fragt man wieso und hört immer wieder „Es ist an der Finanzierung gescheitert“. Bleiben wir fair: Auch die Inhaber der Firmen, die verkaufen möchten, stellen zum Teil Forderungen, die nicht realistisch sind. Und ja: Es sind immer wieder interessierte Menschen dabei, die zu euphorisch an die Sache herangehen und nicht bedenken was alles dazu gehört, ein Unternehmen zu übernehmen, es erfolgreich zu führen und weiter zu entwickeln. Aber es sind auch unsere Banker, die lieber mit Milliarden taktieren als sich mit den „kleinen“ Projekten zu beschäftigen. Es wird zwar von der Politik und den Banken anders dargestellt aber die Wahrheit………..

Es wäre allerdings unfair nur die Banken für die schrumpfende Anzahl kleiner Unternehmen verantwortlich machen. Denken wir nur mal an den vollkommenen Wahnsinn, den sich unsere Behörden, Ministerien und die EU ausdenken: Gelangenheitsbescheinigung, zugelassener Ausführer – eine unendliche Liste von bürokratischen Monstern die sich zu den „normalen“ Vorschriften dazugesellt haben. Das sich (ältere) Inhaber kleiner Unternehmen langsam fragen „ Warum soll ich mir das noch antun?“ ist ja kein Wunder. Dieser Irrsinn beschleunigt zusätzlich die Tendenz einer abnehmenden Anzahl kleiner Unternehmen. Wir müssen die Probleme in ihrer gesamten Bandbreite sehen und dringend handeln, sonst wird sich in zehn bis fünfzehn Jahren die schrumpfende Anzahl produzierender Betriebe rächen. Die „Kleinen“ sind unsere Basis in der BRD und nicht viel beschworenen Dienstleister und Konzerne. Wacht auf!

2Chance

21.03.2013, 11:09 Uhr

Die Infos verwundern schon etwas. Man muss nicht ein Unternehmen zwangsläufig schliessen. Es gibt immer noch die Möglichkeit einer Sanierung bzw. Restrukturierung und wenn das alles nichts hilft, dann eine geordnete Übergabe oder Unternehmensnachfolge. Hierfür gibt es sogar Fördermittel der EU, vom Bund oder von den Ländern. Infos erhält man von den Wirtschaftsministerien und der IHK bzw. HWK und auch unter: www.foerdermittel-deutschland.de

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