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03.01.2007

08:47 Uhr

DIHK

Aufschwung geht an Geringqualifizierten vorbei

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag geht davon aus, dass der Aufschwung am Arbeitsmarkt an Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen vorübergehen wird. Das schadet nicht nur den Langzeitarbeitslosen, sondern dürfte auch den übrigen Beschäftigten missfallen.

HB OSNABRÜCK. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befürchtet, dass der Aufschwung am Arbeitsmarkt wegen der hohen Arbeitskosten einfacher Tätigkeiten „weitgehend an den rund 1,5 Mill. Langzeitarbeitslosen ohne Berufsausbildung vorbeigehen wird“. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, daran dürfte auch das von der Bundesregierung geplante Programm zu Gunsten von Langzeitarbeitslosen kaum etwas ändern.

Bei den derzeitigen Bedingungen am Arbeitsmarkt böten die meisten Unternehmen einfache Jobs gar nicht mehr an, ließen sie von anderen Beschäftigten nebenbei miterledigen oder verlagerten sie ins kostengünstigere Ausland, sagte Wansleben. Eine DIHK-Umfrage über die Beschäftigung Geringqualifizierter, die derzeit ausgewertet werde, zeigt nach seinen Angaben allerdings, dass dieser Trend gestoppt werden könnte. Dafür müsse schnell und umfassend gegengesteuert werden. Dabei spielten die vergleichsweise hohen Arbeitskosten für Einfachtätigkeiten in Deutschland eine große Rolle. Hier erwarte er Bewegung bei Gewerkschaften und Regierung.

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