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08.12.2014

07:39 Uhr

DIHK

Deutscher Mittelstand kürzt Investitionen

Im kommenden Jahr wollen deutsche Mittelständler etwa 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen – nur halb so viele wie in den Vorjahren. Der Mittelstand leidet besonders unter der heimischen Wirtschaftspolitik.

Beim Mittelstand im Fahrzeugbau brechen die Investitionspläne ein: Der DIHK erwartet Exporteinbußen von bis zu 20 Prozent im Russlandgeschäft. dpa

Beim Mittelstand im Fahrzeugbau brechen die Investitionspläne ein: Der DIHK erwartet Exporteinbußen von bis zu 20 Prozent im Russlandgeschäft.

BerlinDer deutsche Mittelstand dürfte im kommenden Jahr weniger investieren und Personal einstellen, als noch im Sommer geplant. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet für 2015 nur noch mit 100.000 neuen Arbeitsplätzen bei den Mittelständlern. „In den Jahren davor waren es immer mindestens 200.000“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der Tageszeitung „Die Welt“.

Neben der Geopolitik hinterlasse auch die heimische Wirtschaftspolitik Bremsspuren im Mittelstand, sagte Wansleben. Der DIHK hatte 28.000 Unternehmen nach ihren Investitions- und Beschäftigungsplänen befragt und dabei die kleinen und mittleren Firmen gesondert ausgewertet.

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Aus Sicht der größeren Mittelständler mit bis zu 1000 Mitarbeitern sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mittlerweile das größte Geschäftsrisiko – noch vor Sorgen um die Inlandsnachfrage, dem Mangel an Fachkräften und hohen Arbeitskosten.

„Zu den bereits beschlossenen Belastungen aus dem Koalitionsvertrag wie gesetzlicher Mindestlohn und Rentenpaket kommt die Sorge um eine Verschärfung der Erbschaftsteuer“, zitiert die Zeitung den DIHK-Geschäftsführer am Montag.

Die Sorgen schlagen auf die Investitionspläne durch. „Der industrielle Mittelstand kürzt seine Investitionen“, sagte Wansleben. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen im Fahrzeugbau brächen die Investitionspläne regelrecht ein. Im Zuge des Konflikts in der Ukraine erwartet der DIHK Exporteinbußen von bis zu 20 Prozent im Russlandgeschäft.

Mit den Investitionen werden auch die Einstellungspläne nach unten korrigiert. Dennoch blieben die Mittelständler die größte Stütze des Arbeitsmarktes: Mit 100.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen tragen sie zwei Drittel zum gesamtwirtschaftlichen Personalaufbau von 150.000 bei.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.12.2014, 07:55 Uhr

Das größte Risikio für eine Wirtschaft ist immer das, wenn der Staat mit Gesetzen und Verordnungen NEGATIV in den Markt eingreift. Also wenn der Staat mit Gesetzen und Verordnungen NEGATIVE Rahmenbedingungen für das Wirtschaften setzt. Und das EEG/Energiewende ist ein SEHR NEGATIVER Eingriff in die Wirtschaft (Volkswirtschaft).
Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann folgt der Betrug/Selbstbetrug danach kommt der Mangel zum Vorschein und zum Schluss wacht man in der Armut auf.

Herr Peter Noack

10.12.2014, 07:51 Uhr

Wie lang ist die Halbwertszeit für Prognosen? Sechs Monate? Was dürfte der Mittelstand tun, wenn sich die Ukrainekrise zuspitzt? Was sollte bei anderen Krisen passieren? Beispiel Russland? Wenn der Mittelstand unter der Wirtschaftspolitik am meisten leidet, dann profitiert er auch von dieser Politik am meisten, oder? Hat er nun seit 2010 am meisten profitiert oder gelitten? War denn alles falsch? Haben wir nicht das beste Deutschland aller Zeiten? Und Politik hat daran keinen Anteil, nur Schaden angerichtet? Komische Auffassung aber typisch deutsch!

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