Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.01.2007

09:43 Uhr

DIHK kritisiert

Frührente ist schlechter Anreiz für Weiterbildung

Als Reaktion auf die Pläne der Bundesregierung zum Ausbau der Weiterbildung von Arbeitnehmern fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ein Ende der Frührenten.

HB BERLIN. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte der „Financial Times Deutschland“, das Vorhaben von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) gehe zwar in die richtige Richtung. Wer aber auf eine frühe Rente spekulieren könne, „hat kaum Anreize in Weiterbildung zu investieren“. Nötig sei, „dass Arbeitnehmer und Unternehmen weiter von den überkommenen Strategien des Vorruhestands abrücken“.

Das Bildungsministerium will die Weiterbildung von Arbeitnehmern künftig mit einer Prämie fördern. Arbeitnehmer sollen voraussichtlich von 2008 an vom Staat jährlich bis zu 154 Euro für Maßnahmen zur Weiterbildung bekommen. Zusätzlich sollen sich die Arbeitnehmer in der gleichen Höhe an den Kosten beteiligen. Nach Schätzungen belaufen sich die Gesamtkosten für den Staat auf bis zu 60 Mill. Euro jährlich. Diese sollen mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert werden. Besonders Geringverdiener, die Weiterbildungen nicht steuerlich absetzen könnten, profitierten von der Prämie.

Umfragen zufolge bilden sich rund 28 Prozent der Deutschen aus finanziellen Gründen nicht weiter.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×