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19.12.2016

06:17 Uhr

Donald Trump als Unternehmer

Ein undurchsichtiges Imperium

In den USA stimmen die Wahlmänner am Montag über den nächsten US-Präsidenten ab. Es gilt als sicher, dass Donald Trump von ihnen gewählt wird. Der Immobilienmogul steht wegen seines Firmen-Sammelsuriums in der Kritik.

Der künftige US-Präsident schlendert mit seiner Tochter durch die Luxus-Mall des Trump Towers. dpa

Donald und Ivanka Trump

Der künftige US-Präsident schlendert mit seiner Tochter durch die Luxus-Mall des Trump Towers.

New YorkDie Geschäfte von Donald Trump laufen „großartig“. Natürlich. Belege dafür gibt es nicht – wie so oft muss das Wort des künftigen US-Präsidenten ausreichen. Bekannt ist aber, dass Trump ein undurchsichtiges Sammelsurium von Firmen auf der ganzen Welt hat. Nicht alle gehen dabei einer geschäftlichen Tätigkeit nach; manche dienen nur als Hüllen, die wiederum Anteile an anderen Unternehmen halten – möglicherweise aus steuerlichen oder juristischen Gründen.

Trump legte im Mai Anteile an rund 500 Firmen in mindestens 25 Ländern offen. 104 Seiten lang war das Dokument des damaligen Präsidentschaftsbewerbers, Informationen über den Zweck der einzelnen Unternehmen, deren Umsätze und Gewinne fanden sich dennoch nur spärlich. Nach dem Wahlsieg Trumps sind diese Details von Bedeutung.

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Am Montag kürt ein Gremium von Wahlmännern und -frauen offiziell den nächsten Präsidenten der USA. Und es sieht ganz danach aus, dass der letzte Akt einer untraditionellen Wahl traditionell verläuft.

Ethikexperten verweisen darauf, dass der künftige Präsident möglicherweise ein Interesse daran habe, Gesetze und die Außenpolitik so zu gestalten, dass er oder seine Geschäftspartner finanziell profitieren. Ausländische Regierungen könnten versuchen, den Präsidenten zu beeinflussen, indem sie seine Geschäfte in ihren Ländern fördern oder behindern.

Für diese Woche war eine Pressekonferenz zur Zukunft von Trumps Geschäften geplant, sie wurde jedoch auf den nächsten Monat verschoben. Der Sprecher seines Übergangsteams, Sean Spicer, erklärte, die Juristen benötigten mehr Zeit zur Ausarbeitung ihres Plans. Der künftige Präsident hat angekündigt, während seiner Zeit im Amt würden seine Kinder und Manager die Geschäfte führen. Er äußerte sich nicht dazu, ob er seine Firmenanteile behalten wird.

Trumps Name ist zwar im Ausland präsent, aber tatsächlich gehört ihm dort wenig. Seit er in den 90er Jahren bei einem Ausflug in die Welt der Kasinos fast alles verlor, beschränkt sich Trump meist darauf, außerhalb der Vereinigten Staaten seinen Namen zu vermieten. Und auch in den USA gehört ihm nicht alles, was in großen Buchstaben den Namen Trump trägt. Wohngebäude sind nach ihm benannt, auch wenn viele Wohnungen darin schon vor Jahren verkauft wurden. Dies gilt etwa für den Trump Tower in der Fifth Avenue in New York, wo er lebt und arbeitet.

Der Name Trump steht auf Hotels, Wohngebäuden und Ferienanlagen – unter anderem in Südkorea und Indonesien, in Uruguay und der Türkei. In Indonesien schloss er einen Vertrag über die Nutzung seines Namens und Managementdienstleistungen für ein Wohngebäude der MNC Group auf Bali ab. Die Gruppe wird von Hary Tanoesoedibjo geleitet, einem politisch aktiven Geschäftsmann. In seiner Offenlegung vom Mai erklärte Trump, er haben in den vorangegangenen 17 Monaten zwischen einer und fünf Millionen Dollar mit Lizenzgebühren für den Deal verdient. Gleiches gelte für ähnliche Verträge in der Türkei, in Panama, den Philippinen und Indien.

Kommentare (9)

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Herr hartmut braune

19.12.2016, 08:45 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Herr Otto Berger

19.12.2016, 09:02 Uhr

@ Herr hartmut braune --------".wie sagte Bill Gates im TV-Interview der amerikanischen Jounalistin vor Tagen......das´er....Trump.....ein vielleicht vergleichbarer Präsident wie seinerzeit Kennedy wird......es wäre zu wünschen"......

Das wäre zu wünschen.............................allerdings ohne dessen Ende in Dulles.

Account gelöscht!

19.12.2016, 09:22 Uhr

In den USA kommt man mit Geld ins Amt, in der EU kommt man mit Geld aus dem Amt. Ich bin für die USA, das ist ehrlicher.

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