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01.12.2011

13:15 Uhr

Edle Tropfen

Viel Bio an der Spitze

Wer seine Weine nach ökologischen Kriterien anbaut, gehört nicht automatisch zu den besten Winzern. Dennoch: Fast ein Viertel der besten Weingüter ist in Händen von Ökowinzern.

Weinbroschüre „In bio veritas“. obs

Weinbroschüre „In bio veritas“.

DüsseldorfAnnähernd 400 Biowinzer gibt es derzeit in Deutschland. Dies sind vier Prozent des Berufstands, Tendenz steigend. In der Liste der 100 besten deutschen Weingüter ist der Anteil erheblich höher. 23 Betriebe der Spitzengruppe arbeiten nach den Richtlinien von Ecovin, Bioland oder - noch strenger - Demeter.

Als vor etwa 40 Jahren die ersten Ökowinzer hierzulande von sich reden machten, da waren dies meist Eigenbrötler, die in der Heimat nicht ganz ernst genommen wurden. Sie kannten wohl jeden ihrer Rebstöcke mit Vornamen, nahmen es aber im Keller nicht so genau. Das hat sich erheblich geändert. Nicht nur, dass immer mehr Winzer beschlossen, gänzlich auf Chemie im Rebgarten zu verzichten. Ihre Weine sind auch stetig besser geworden.

1991 schaffte es zum ersten Mal einer dieser Pioniere, in die Liste der besten Weingüter aufgenommen zu werden: Reinhold Schneider im badischen Emmendingen. Er hat bis heute tapfer seinen Platz verteidigt. Was Ökoweinbau heute in Deutschland bedeutet, zeigt auch dies: Steffen Christmann im pfälzischen Gimmeldingen, der seine 21 Hektar Reben biologisch pflegt, ist Präsident des Deutschen Weinbauverbandes. Sein Gut gehört schon seit 1996 zu den 100 besten Adressen.

Von

Pit Falkenstein

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