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25.01.2010

14:00 Uhr

Eigenmarken

Faber-Castell baut Premium-Geschäft aus

Der Traditionshersteller von Schreibgeräten beendet seinen Lizenzvertrag mit Porsche Design, um seine Eigenmarken zu stärken. Nach dem Aufstieg von „Graf von Faber-Castell“ unter die 30 wichtigsten deutschen Luxusmarken soll die Marke nun für weitere Umsätze sorgen.

Schreibset der Marke "Graf von Faber-Castell". Die Luxusmarke soll bei dem Traditionsunternehmen für Umsatz sorgen. dpa

Schreibset der Marke "Graf von Faber-Castell". Die Luxusmarke soll bei dem Traditionsunternehmen für Umsatz sorgen.

dpa/HB STEIN. Der Schreibgerätehersteller Faber-Castell will sein Premium-Geschäft ausbauen. Um sich stärker auf die Eigenmarken konzentrieren zu können, beendet Faber-Castell daher zum Jahresende 2010 den Lizenzvertrag mit Porsche Design. Das Unternehmen kooperiert seit über 20 Jahren mit der Porsche Design Group und liefert die Schreibgeräte, die unter dem Label des Autoherstellers vermarktet werden.

Das Geschäft mit hochpreisigen Artikeln trage mehr als zehn Prozent zum Umsatz bei, sagte der Geschäftsführer der Premium-Sparte, Daniel Barth. „Wir sehen darin ein starkes Wachstumssegment.“ Die Wirtschaftskrise habe im vergangenen Jahr zwar zu einem Rückgang geführt. „Seit einigen Monaten ist aber eine Stabilisierung zu beobachten“, sagte er. Das Geschäft ziehe vor allem in Asien an. Auf dem deutschen Markt seien die Verkäufe auch in der Krise stabil geblieben.

Im vergangenen Jahr war das Unternehmen mit seiner Marke „Graf von Faber-Castell“ in die Top 30 der wichtigsten deutschen Luxusmarken aufgestiegen. Das Premium-Sortiment ist nach Firmenangaben weltweit mit mehr als 200 Shop-in-Shops im Einzelhandel sowie mit 16 eigenen Boutiquen vertreten.

Im Geschäftsjahr 2008/09 (31. März) erzielte Faber-Castell mit rund 7 000 Beschäftigten, davon 3 300 in Brasilien, einen Umsatz von 427,7 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Umsatz 417,6 Millionen Euro betragen. Faber-Castell, die jährlich zwei Milliarden Blei- und Farbstifte herstellen, wurde vor 247 Jahren in Stein bei Nürnberg gegründet. Das Unternehmen wird heute in achter Generation von Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell (67) geleitet.

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