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10.09.2011

10:59 Uhr

Elektromobilität

Mittelständler unter Strom

Die schwäbische Provinz schreibt mit an der Zukunft des Autos. Mit technischen Innovationen macht das Unternehmen Ziehl-Abegg vor, wie sich kleine Firmen ihr Stück vom Elektro-Kuchen sichern können.

Von 0 auf 100: Kleine Unternehmen haben den Elektromarkt für sich entdeckt. Wer die richtige Nische findet, kann schnell Erfolge feiern. dapd

Von 0 auf 100: Kleine Unternehmen haben den Elektromarkt für sich entdeckt. Wer die richtige Nische findet, kann schnell Erfolge feiern.

KünzelsauAls Hersteller von Ventilatoren hat sich die Firma Ziehl-Abegg längst einen guten Namen gemacht. Die 1,5 Meter großen Luftmaschinen aus Künzelsau – das liegt zwischen Stuttgart und Würzburg – sind für ihren technischen Vorsprung in der Kälte- und Wärmetechnik weltweit bekannt. Nun schickt sich das Unternehmen an, einen völlig neuen Markt zu erobern: Ziehl-Abegg hat einen Radnabenmotor entwickelt, der große Busse mit Hybridtechnik antreiben soll. Rund 50 Prozent weniger Energie werde mit dem neuen Motor verbraucht, schwärmt Firmenchef Peter Fenkl.

Es ist der weltweite Boom der Elektromobilität, der das mittelständische Unternehmen aus der schwäbischen Provinz lockt. Die Expansion ist ein Wagnis – und sie ist ein Paradebeispiel für einen Trend: Das Geschäft mit der Elektromobilität teilen nicht die großen Autohersteller und Zulieferer unter sich auf. Auch Firmen aus völlig anderen Branchen drängen auf diesen Zukunftsmarkt – zumindest, wenn sie dort ihr technisches Know-how ausspielen können.

Ziehl-Abegg kann dies. Die Firma wurde vor 101 Jahren in Berlin von Emil Ziehl gegründet. Zu den ersten Entwicklungen des Unternehmers gehörten Elektromotoren für Aufzüge – dies ist auch heute noch einer der wichtigsten Geschäftsbereiche des Mittelständlers.

Mit der Expertise dieser Elektromotoren begann das Unternehmen vor zehn Jahren mit der Entwicklung eines Radnabenmotors, der ohne Getriebe direkt am Rad sitzt. Er ist geeignet für Hybridbusse, die nur noch über einen kleinen Dieselmotor zur Aufladung der Batterie verfügen. Während ein normaler Stadtbus mit einem Liter Diesel drei Kilometer schafft, kommt der neue Antrieb sechs Kilometer weit.

Noch haben die Schwaben Schwierigkeiten, vom Markt ernst genommen zu werden. Daimler und MAN verlassen sich auf ihre eigenen Entwicklungen ohne Radnabenmotoren. Aber der schwedische Hersteller Scania ist interessiert und verhandelt mit Ziehl-Abegg.

Kommentare (1)

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Pendler

10.09.2011, 14:20 Uhr

Der WAHNSINN hat Methode.

Muss man sich eigentlich von Tierkadavern ernähren, um nicht zu erkennen, dass HYBRID von vorne bis hinten Betrug ist?

Gerade bei der Herstellung der Akkus und der Spezaialmotore werden Unmengen von Energie verbraucht und hochgifter Abfallstoffe tonnenweise erzeugt. Dann halten die Akkus 2-3 Jahre und müssen aufbereitet werden,w as wieder viel Energie benötigt und wieder hochggiften Sondermüll erzeugt.

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