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07.08.2012

13:20 Uhr

Energieeffizienz

So will der Mittelstand Strom sparen

VonSebastian Kirsch

Vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen fürchten höhere Stromkosten durch die Energiewende. Sie fühlen sich von der Politik vergessen. Jetzt helfen sie sich selbst, um Strom und Kosten zu sparen.

Kunden wollen im Elektrogeschäft die Fernsehbilder begutachten. Die Geräte im Geschäft auszuschalten um Strom zu sparen: eine außergewöhnliche Maßnahme. ap

Kunden wollen im Elektrogeschäft die Fernsehbilder begutachten. Die Geräte im Geschäft auszuschalten um Strom zu sparen: eine außergewöhnliche Maßnahme.

DüsseldorfIm Elektrofachgeschäft von Herrn Müller stehen rund 30 Fernseher zur Ansicht - nicht einer läuft. Das ist kein Stromausfall, sondern Alltag: Jürgen Müller bemüht sich um einen energieeffizienten Betrieb seines Ladens. Fernseher werden nur noch zur detaillierten Kundenberatung eingeschaltet. Ein richtungsweisendes Engagement, urteilt Michael Hesse, der Geschäftsführer des Energieberaters Effizienz Plus. Die kleinen und mittelgroßen Unternehmen fürchten, dass durch die Energiewende erhebliche Mehrkosten auf sie zukommen. Sie setzen nun verstärkt auf Energieeffizienz, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Zentralverband gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) bietet seinen Mitgliedern, zum Beispiel Electronic Partner Müller, kostenlose Potenzialanalysen von Energieberatern an, um Stromsparmöglichkeiten aufzuzeigen. Das Projekt wird mit zwei Millionen Euro vom Bundesumweltministerium gefördert und soll die Energiekosten der Verbundmitglieder um 30 Prozent senken.

"Wir wollen die Klimaschutzziele der Bundesregierung unterstützen", sagt ZGV-Geschäftsführer Ludwig Veltmann. Die Umsetzung führe aber zu einer großen Last für den Mittelstand. Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft und der ZGV fordern, dass sich alle entsprechend ihrem Stromverbrauch an der Energiewende beteiligen.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

07.08.2012, 21:39 Uhr

EIgentlich ist es ja sinnvoll wenn die höheren Preise zum sparen motivieren. Warum dann eigentlich die Großverbraucher davon ausgenommen bleiben, wird mir ein Rätsel bleiben. Bei denen hätte man statt Preissubventionen bestimmt auch Investitionszuschüsse zukommen lassen können. Irgendwer schrieb, die Energiekosten hätten sich in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt. Wenn ich mir die Gewinnspannen der Versorger anschaue wundert es mich nicht.

SteuerKlasseEins

08.08.2012, 14:01 Uhr

Energiesparen als "Lösung" ist ein Denkfehler. Wenn man jetzt soviel Energie spart, daß man konstante Kosten hat, dann hätte man ohne Energiewende die Kosten einsparen können, und sich von dem gesparten Geld etwas leisten können. Teurere Energie ist und bleibt ein Wohlstandsverlust. Leider bekommen das die Politiker nicht mit, wenn sie in klimatisierten, steuerfinanzierten Gebäuden sitzen, und steuerfinanziertes Benzin in ihrem steuerfinanzierten Mercedes verbrauchen.

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