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24.01.2007

14:51 Uhr

Entry Standard

Mittelständler zieht es an die Börse

Der Erfolg des vor rund anderthalb Jahren eingeführten Börsensegments Entry Standard geht zu einem Großteil auf Börsengänge und Aktien-Bezugsrechtsangebote von Mittelständlern zurück. Das zeigen Erhebungen des elektronischen Bundesanzeigers (www.ebundesanzeiger.de). Die meisten aller Börsenzulassungen im vergangenen Jahr gingen auf das Konto der Münchener VEM Aktienbank.

scc FRANKFURT. Zwar ist die Zahl der Börsenzulassungsverfahren von 266 im Jahr 2005 auf 246 im Jahr 2006 leicht gefallen. Die von Mittelständlern stark genutzten Aktien-Bezugsangebote sind jedoch von 68 auf 76 gestiegen. Gleiches gilt für die ebenfalls beliebten Bezugsangebote für Wandelanleihen, deren Zahl sich von neun auf 13 erhöht hat.

Bezugsangebote regeln, zu welchen Konditionen Aktionäre neue Aktien oder Anleihen aus einer Kapitalerhöhung beziehen können. Mit der Linde AG hat 2006 nur ein Dax-Wert eine Bezugsrechtsemission durchgeführt, der Rest stammt von kleinen und mittelgroßen Unternehmen.

Die meisten aller 246 Börsenzulassungen im vergangenen Jahr gingen mit 32 auf das Konto der Münchener VEM Aktienbank, gefolgt von der Deutschen Bank (23), der Dresdner Bank (20), der Hypo-Vereinsbank (18) und der Commerzbank (16). In dieser Statistik sind sowohl die großen Börsengänge als auch die Emissionen von Mittelständlern enthalten.

Differenzierter wird das Bild beim alleinigen Blick auf die 76 Aktien-Bezugsrechtsangebote. Sie stammen vor allem von Mittelständlern. Hier hat ebenfalls die VEM Aktienbank die Nase vorn (13), gefolgt von der Hypo-Vereinsbank (9), die als einzige der großen Geschäftsbanken in dieser Domäne eine nennenswerte Anzahl an Emissionen betreut hat. Auf den weiteren Plätzen folgen das Bankhaus Neelmeyer (8), die Baader Wertpapierhandelsbank sowie die Quirin Bank, ehemals CCB, mit jeweils sechs Emissionen.

Im Jahr 2007 soll die Zahl der Emissionen im Mittelstand mindestens noch einmal die des abgelaufenen Jahres erreichen, glauben Experten.

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