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25.04.2017

14:56 Uhr

Erfolgreiches Geschäftsjahr

Stihl setzt jetzt auf Akku-Motorsägen

Der Motorsägen-Hersteller will den Absatz von akkubetriebenen Geräten in diesem Jahr mehr als verdoppeln – zu lange wurden sie als Nischenprodukt behandelt. Das soll den Umsatz von Stihl weiter ankurbeln.

Der Umsatz des Familienunternehmens stieg im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro. dpa

Motorsägen-Hersteller Stihl

Der Umsatz des Familienunternehmens stieg im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro.

WaiblingenDer Motorsägen-Hersteller Stihl will sein Geschäft mit akkubetriebenen Geräten deutlich ausbauen. Der Absatzanteil werde 2017 von fünf Prozent wohl auf „deutlich über zehn Prozent“ steigen, sagte Firmenchef Bertram Kandziora am Dienstag in Waiblingen. Die Nachfrage nach Rasenmähern oder Heckenscheren mit Batterie ziehe an. Dieser höhere Anteil an den Geschäften soll auch über neue Produkte im Sortiment ermöglicht werden - etwa eine Akku-Motorsäge.

Stihl bietet erst seit 2009 Akkuprodukte an, sie blieben lange aber eine winzige Geschäftsnische. Das ändert sich: Im vergangenen Jahr kletterte der Batterie-Absatzanteil von drei auf fünf Prozent.

Auch andere Werkzeughersteller verkaufen immer mehr kabellose Geräte. So baute Metabo seinen Akku-Umsatzanteil nach eigenen Angaben binnen acht Jahren von 15 auf 35 Prozent aus. Einen ähnlichen Trend gibt es bei Bosch. „Akkugeräte sind leicht, leise und einfach zu bedienen – das ist einfach ein Markttrend“, sagte Stihl-Chef Kandziora.

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Die schwäbische Firma setzt zu einem Großteil noch auf Motorsägen mit Benzinmotor. Nach Prognose von Entwicklungsvorstand Wolfgang Zahn wird der Weltmarkt aller Firmen für Sägen und andere Geräte mit Verbrennungsmotoren stagnieren. Das bedeute aber nicht, dass hierbei der Stihl-Verkauf nicht anziehe. „Wir werden ein größeres Stück vom Kuchen bekommen“, sagte Zahn. Auch wegen Klimaschutzauflagen seien Investitionen und Verbesserungen der Verbrennungstechnik nötig.

Das Familienunternehmen mit seinen rund 15.000 Mitarbeitern ist auch im vergangenen Jahr kräftig gewachsen, der Umsatz stieg um 6,6 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro. Damit fiel das Plus zwar etwas schwächer aus als 2015, als es bei 8,9 Prozent lag. Grund hierfür waren aber keine Nachfragedämpfer, sondern Währungseffekte. 2017 gehen die gute Geschäfte ersten Zahlen zufolge weiter. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 17 Prozent auf gut eine Milliarde Euro.

Von

dpa

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