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16.11.2013

01:29 Uhr

Erfolgsmodell

Gründung von 100.000 „Mini-GmbHs“

Deutsche sind gar nicht so risikoscheu, wie ihnen immer nachgesagt wird: Rund 100.000 kleine Firmen – sogenannte „Mini-GmbH“s – wurden in den vergangenen Jahren gegründet, seit das entsprechende Gesetzt in Kraft trat.

Einer Studie der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität zufolge gab es in den vergangenen Jahren 100 000 Mini-GmbH-Gründungen in Deutschland dpa

Einer Studie der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität zufolge gab es in den vergangenen Jahren 100 000 Mini-GmbH-Gründungen in Deutschland

JenaDie noch relativ junge „Mini-GmbH“ hat sich einer Studie zufolge zu einem Erfolgsmodell entwickelt: Mehr als 100.000 solcher kleiner Firmen, für die nur ein Euro Startkapital erforderlich ist, wurden in Deutschland bereits gegründet.

Das haben Berechnungen eines Forschungsprojekts an der Friedrich-Schiller Universität Jena ergeben, berichtet die „Frankfurter Rundschau“ am Samstag. Zuletzt habe sich die Zahl der bestehenden Ein-Euro-GmbHs innerhalb eines Jahres um 14.727 auf 91.104 erhöht.

Die Rechtsform der Mini-GmbH – korrekt heißt sie Unternehmergesellschaft (UG) – gibt es seit 2008. Bis dahin waren mindestens 25.000 Euro Startkapital nötig, um eine GmbH ins Handelsregister eintragen zu lassen. Die Mini-GmbHs sind verpflichtet, jedes Jahr ein Viertel des Gewinns zurückzustellen und damit Eigenkapital aufzubauen.

Wenn ein Stammkapital von 25.000 Euro erreicht ist, kann die UG in eine normale GmbH umgewandelt werden. Das haben den Forschern zufolge inzwischen 6.277 von ihnen geschafft.

Zusammen mit den Mini-GmbHs, die mit einer anderen Gesellschaft verschmolzen wurden oder Insolvenz angemeldet haben, gab es demnach insgesamt schon mehr als 100.000 Gründungen. Zu den prominenten Beispielen gehören Neustarts von Filialen der insolventen Drogeriekette Schlecker als Dorfläden.

Von

dpa

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