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24.09.2012

17:28 Uhr

Familienunternehmen

Starkes Fundament, dünne Rendite

VonUlf Sommer

Nachhaltiges Wirtschaften und hohes ökonomisches Potential zeichnen deutsche Familienunternehmen aus. Die Mittelständler sind stabil und erfolgreich - und haben doch ein großes Problem.

Firmenschriftzug einer Tchibo-Filiale in Dortmund. dpa

Firmenschriftzug einer Tchibo-Filiale in Dortmund.

DüsseldorfSie bilden das ökonomische Fundament Deutschlands: Mittelständler und familiengeführte Firmen beschäftigen 80 Prozent aller Arbeitnehmer. Sie tragen mehr als die Hälfte zum Bruttoinlandsprodukt bei. Sie wirtschaften nachhaltig, da sie sich nicht von kurzfristigen Schwankungen des Kapitalmarkts treiben lassen. Diesen großen Stärken steht allerdings eine nicht minder große Schwäche gegenüber. Familienunternehmen wie der Schraubenhändler Würth, das Handelsunternehmen Haniel oder der Kaffeeröster Tchibo leiden im Vergleich zu börsennotierten Konzernen unter einer massiven Renditeschwäche.

Wie Berechnungen des Handelsblatts zeigen, steigerten die 50 größten nichtbörsennotierten Unternehmen Europas im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar ihren Umsatz um 14,7 Prozent. Aber die Gewinne sanken gleichzeitig um 2,7 Prozent. Dadurch fiel die Nettoumsatzrendite von ohnehin schon geringen 3,3 auf nur noch 2,6 Prozent. Die 50 größten börsennotierten Unternehmen Europas hingegen waren zuletzt mit einer Nettorendite von sieben Prozent mehr als doppelt so profitabel wie die Familienunternehmen.

Deutschlands geheime Weltmeister – eine Auswahl

Beispiele für Hidden Champions

Anschaulicher als abstrakte Statistiken sind Fallbeschreibungen ausgewählter Hidden Champions. Obwohl uns ihre Erzeugnisse ständig umgeben, haben wir von den weitaus meisten dieser Firmen nie gehört. Die folgende Auswahl vermittelt einen Eindruck von der schillernden Vielfalt, den Marktpositionen, den Besonderheiten dieser Firmen.

Flexi

Ein Unternehmen wie Flexi kann es in Deutschland eigentlich nicht geben. Flexi hat bei Rollleinen für Hunde einen Weltmarktanteil von rund 70 %, fertigt ausschließlich in einer Manufaktur in Deutschland und exportiert mehr als 90 % seiner Produkte in über 50 Länder. Alle Versuche chinesischer Konkurrenten, Flexi den Markt wegzunehmen, verliefen bisher im Sande. Im Gegenteil, Flexi greift in Asien mit voller Kraft an, der Vormarsch nach Globalia geht weiter. Bis 2020 soll der Umsatz von heute rund 50 Millionen auf 100 Millionen Euro verdoppelt werden.

Utsch

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, woher das Kennzeichen Ihres Autos stammt? Der Weltmarktführer auf diesem Gebiet ist die Firma Utsch aus Siegen. Auf der Utsch-Homepage heißt es: „Lange bevor 'Globalisierung' zum Begriff wurde, war sie für Utsch Tagesgeschäft.“ Das ist keinesfalls übertrieben. In mehr als 120 Ländern gibt es Kfz-Kennzeichen von Utsch. Mit seinen 500 Mitarbeitern und 250 Millionen Euro Umsatz ist Utsch längst in Globalia zu Hause.

Invers

Da wir gerade in Siegen sind, dem Zentrum des unscheinbaren Siegerlandes: Dort sitzt auch der Weltmarktführer für Carsharing-Systeme, die Firma Invers. Carsharing ist ein neu entstehender Markt, der durch die geänderten Mobilitätsbedürfnisse großes Zukunftspotenzial verspricht. Uwe Latsch beschäftigte sich seit Anfang der 90er Jahre mit Carsharing-Technologie. Die Firma Invers führt er heute zusammen mit Alexander Kirn. Die Systeme sind nicht nur bei führenden Carsharing-Anbietern in Europa, sondern auch in den USA und Asien, wo Invers eigene Niederlassungen unterhält, im Einsatz.

IP Labs

Vielleicht haben Sie schon einmal ein digitales Fotobuch bestellt. Die Chance ist groß, dass die bei der Zusammenstellung, Bestellung und Produktion eingesetzte Software von IP Labs stammt. Das junge Bonner Unternehmen ist Weltmarktführer auf diesem Gebiet. Von Frank Thelen und Georg Sommershof im Jahr 2003 gegründet, gehört dieser Hidden Champion heute zum japanischen Fuji-Film-Konzern, der seinerseits eine globale Führungsposition im Fotomarkt besitzt. Laut Mitgründer und Geschäftsführer Georg Sommershof gibt es in Europa praktisch keine Konkurrenz für IP Labs.

Delo

Ob im Airbag-Sensor, dem Chip auf EC-Karten oder Reisepässen – Delo- Klebstoffe haben sich, vom Verbraucher unbemerkt, in vielen Bereichen unentbehrlich gemacht. Besonders in neuen Technologien wie Smartcards nimmt Delo eine weltweit führende Stellung ein. In drei von vier Chipkarten weltweit stecken Klebstoffe von Delo.

Belfor

Belfor ist der globale Marktführer für die Sanierung von Brand-, Wasserund Sturmschäden. Mit einer knappen Milliarde Euro Umsatz und gut 5 000 Mitarbeitern übertrifft Belfor seinen stärksten Konkurrenten um mehr als das Doppelte und ist die einzige Firma, die diese Spezialdienstleistung weltweit anbietet.

Trodat

Die Produkte dieses österreichischen Hidden Champions finden sich auf Schreibtischen in 160 Ländern. Trodat ist seit den 1960er Jahren unangefochtener Weltmarktführer bei Stempeln. Auch die Erfindung des ersten farbigen Stempels geht auf das Konto von Trodat. Die Exportquote liegt bei 98 %.

Jungbunzlauer

Wenn Sie eine Coca-Cola trinken, denken Sie vermutlich nicht an Jungbunzlauer. Dabei steckt in jeder Coca-Cola die Zitronensäure dieses Weltmarktführers österreichisch-schweizerischer Provenienz.

Temenos

Nein, Temenos ist kein griechischer Philosoph. Die Temenos Group AG wurde 1993 in der Schweiz gegründet und ist heute der weltmarktführende Anbieter von Software für Retail, Corporate, Correspondent, Universal, Private, Islamic und Community Banking sowie Microfinance. Am Firmenstammsitz in Genf und in 56 weltweiten Niederlassungen arbeiten 3 500 Beschäftigte für über 1 000 Finanzinstitute in mehr als 125 Ländern der Welt.

Isovoltaic

Die europäische Photovoltaik-Industrie hat seit 2010 ihre führende Position im Weltmarkt verloren. Doch für die österreichische Firma Isovoltaic gilt das nicht. Dieser Hidden Champion ist klarer Weltmarkt- und Technologieführer bei Rückseitenfolien für Photovoltaik-Module. Diese Folien schützen die Solarzellen vor Umwelteinflüssen und werden von allen Modulherstellern gebraucht. Mit einer eigenen Produktion in China ist Isovoltaic nahe an seinen Kunden im mittlerweile größten Markt für Solarmodule.

Gottschalk

Bedenken wir jemals, dass kleine Alltagsgegenstände wie Heftzwecken oder Büroklammern von irgendjemandem hergestellt werden müssen? Im Falle der Heftzwecken (je nach Region auch Reißzwecken, Reißnägel oder Reißbrettstifte genannt) erledigt das Rolf Gottschalk aus Arnsberg im Sauerland. Seine Firma ist der einzige Hersteller von Heftzwecken in Europa. Und es gibt nur einen weiteren Hersteller in der ganzen Welt, eine chinesische Firma. Gottschalk und seine Mannschaft produzieren täglich 12 Millionen dieser Kleinartikel, die unter 300 verschiedenen Markennamen weltweit verkauft werden.

Ludo Fact

Ludo Fact ist ein reiner Produzent und stellt als solcher Spiele her, die von Verlagen konzipiert und vermarktet werden. In diesem Geschäft ist Ludo Fact die Nr. 1 in Europa. Die Firma ist von 34 Mitarbeitern in 1995 auf mehr als 600 heute gewachsen. Pro Tag verlassen 50 000 Gesellschaftsspiele die Produktionshallen, pro Jahr sind es 12 Millionen – mit stark wachsender Tendenz, im Laufe von 2012 wird die Tageskapazität auf 75 000 Spiele erhöht.

Gartner

Es werden immer mehr Hochhäuser gebaut. Wer realisiert die Fassaden für solche gigantischen Wolkenkratzer? Im Zweifelsfalle die Firma Josef Gartner aus Gundelfingen im Schwäbischen, denn Gartner ist für solche Jobs die unbestrittene Nr. 1 in der Welt. Gartner testet die Fassadenelemente mit einem Düsentriebwerk auf Sturmfestigkeit. Da dürfte es nicht überraschen, dass auch das höchste Gebäude der Welt, das »Burj Chalifa« in Dubai, genauso wie der vorherige Rekordhalter, das »Taipei 101« in Taiwan (101 steht für die Zahl der Stockwerke), mit Fassaden von Gartner ausgerüstet sind.

Baader

In Island heißt ein qualifizierter Mechaniker »Baader-Man«. Dies liegt daran, dass er im Zweifelsfalle an Baader-Systemen ausgebildet wurde. Auch in Wladiwostok hat man keine Probleme, Produkte und Services von Baader zu bekommen. Baader ist der mit Abstand führende Anbieter von Fischverarbeitungsanlagen und hat einen Weltmarktanteil von 80 %.

Arnold & Richter, Sachtler

Ein Bekannter, der mit dem Hidden-Champions-Konzept vertraut war, begleitete mich durch Tokio. Wir trafen auf ein professionelles Filmteam. Spontan sagte ich zu meinem Begleiter: »Ich zeige Ihnen jetzt einmal zwei deutsche Hidden-Champions-Produkte in Aktion – mitten in Tokio.« Ohne zu zögern ging ich auf den Kameramann zu, natürlich hatte er eine ARRI-Kamera und ein Sachtler-Stativ, er war eben ein Profi. Beide Firmen sind Weltmarktführer und für ihre Produkte mit zahlreichen Oscars ausgezeichnet worden.

Auch der langfristige Vergleich offenbart die Schwäche: In keinem der Jahre 2007 bis 2011 lagen Familienunternehmen im Renditevergleich vorn. Selbst im Krisenjahr 2009 betrug die Rendite börsennotierter Firmen 4,4, während sie bei den nichtbörsennotierten bei 3,8 Prozent lag. Der Versandhändler Otto etwa bewegte sich 2011 mit einer Rendite von nur noch 0,2 Prozent sogar nahe der Verlustzone. Auch der Duisburger Mischkonzern Haniel erwirtschaftete eine Rendite von nur 0,9 Prozent. Haniel ist hoch verschuldet, und frisches Kapital, um sein Portfolio neu zu ordnen, fehlt. Selbst dem Medienkonzern Bertelsmann, mit einer vierprozentigen Rendite vergleichsweise profitabel, fehlt die finanzielle Kraft, um notwendige Investitionen zu stemmen.

Über einen Börsengang könnten die Mittel leicht aufgebracht werden. Doch diesen schließt die Eigentümerfamilie Mohn aus, um ihre Macht im Konzern zu sichern. "Familienunternehmen haben es oft schwerer als börsennotierte Konzerne, an Kapital zu kommen. Dadurch laufen sie Gefahr, notwendige Investitionen und Übernahmen hinauszuzögern", bestätigt Olaf Wandhöfer von der Unternehmensberatung Bain & Company. Dabei gibt es eine Möglichkeit, die Vorteile beider Unternehmensmodelle - die günstige Kapitalbeschaffung bei börsennotierten Firmen und die längerfristige Orientierung bei Familienunternehmen - zu verbinden.

Deutschlands geheime Weltmeister

Smiths Heimann

Höchstwahrscheinlich sind Sie und Ihr Gepäck schon einmal von den Geräten der Firma Smiths Heimann durchleuchtet worden. Dieses Wiesbadener Unternehmen ist Weltmarktführer bei Röntgenapparaten für Gepäck und Fracht. In mehr als 150 Ländern identifizieren die Apparate von Smiths Heimann Rauschgift, Waffen oder Sprengstoff und sorgen so für mehr Sicherheit im Flugverkehr. Zum Programm zählen auch Geräte für Poststellen, riesige Apparate zur Durchleuchtung von Lastwagen und mobile Systeme für Zollbehörden.

IREKS

Sie kennen IREKS nicht? Dann sind Sie kein Bäcker. Diese 1856 in Kulmbach gegründete und bis heute dort ansässige Firma ist einer der globalen Marktführer für Backzutaten und in mehr als 90 Ländern präsent. IREKS ist auch für ungewöhnliche Kundennähe und Dienstleistungen bekannt. Die mehr als 400 Außendienstler aus 30 Nationen sind alle Bäcker- oder Konditormeister. Das schafft Kundennähe.

Igus

Igus ist gleich zweifacher Marktführer, nämlich bei Gleitlagern aus Kunststoff und bei sogenannten Energieketten. Aus den 40 Mitarbeitern des Jahres 1985 sind inzwischen 1 900 geworden, die über die ganze Welt verteilt arbeiten. Dieser Hidden Champion ist hoch innovativ und entwickelt mehr als 2 000 neue Produkte und Produktvarianten pro Jahr.

Verlag Aenne Burda

Burda Mode kennt jeder. Aber nur wenigen dürfte bewusst sein, dass die Modezeitschriften und Modenschnitte des Verlags Aenne Burda in 17 Sprachen und in über 90 Ländern erscheinen und bereits seit 1961 Weltmarktführer sind.

Saria

Der Markt von Saria lässt sich nicht klar abgrenzen oder definieren. Dieses westfälische Unternehmen ist mit 800 Millionen Euro und 4 000 Mitarbeitern an 110 Standorten in zehn Ländern europäischer Marktführer für die Entsorgung und Verwertung von Tier- und Lebensmittelabfällen. Die operativen Geschäfte laufen unter Namen wie ReFood (Gastronomieentsorgung), KFU (Knochen, tierische Fette, Schwarten), Schnittger (Häute und Felle), SecAnim (Tierkörperentsorgung).

Gerriets

Dieses Unternehmen stellt Theatervorhänge und Bühnenausstattungen her. Es ist der einzige Hersteller von großen Bühnenvorhängen auf der Welt, sodass der Weltmarktanteil in diesem Segment 100 % beträgt. Egal, ob Sie in der Metropolitan Opera in New York, in der Scala in Mailand oder in der Opera Bastille in Paris sitzen, die Vorhänge stammen von Gerriets.

Klais

Orgeln von Klais sind in der ganzen Welt berühmt. Die Instrumente dieses Bonner Unternehmens spielen im Dom und in der Philharmonie in Köln genauso wie im Nationaltheater in Peking, in der Kyoto Concert Hall in Japan, in Caracas, Buenos Aires, London, Brisbane, Auckland, Manila (eine Bambusorgel) oder den Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur. Sie werden es nicht glauben: Diese weltweit tätige Firma hat gerade einmal 65 Mitarbeiter. Der Chef Philipp Klais bezeichnet seine Firma als „Bonsai-Global- Player“.

Multivac

Dieser Weltmarktführer für Vakuumverpackungsmaschinen besitzt mit seinem Kernprodukt Tiefziehmaschinen einen Weltmarktanteil von ca. 60 %. Multivac hat 65 Tochtergesellschaften und weltweit 3 400 Mitarbeiter. Die Belegschaft hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Die Produkte werden in mehr als 140 Ländern vertrieben.

Stengel

Vermutlich sind Sie schon einmal Achterbahn gefahren. Haben Sie dabei überlegt, wer diese Achterbahnen plant und realisiert? Das ist mit ziemlicher Sicherheit, egal wo in der Welt, das Ingenieurbüro Stengel. In über 40 Jahren hat Stengel an mehr als 500 Achterbahnen für Vergnügungsparks wie Disney World, Phantasialand oder Six Flags gearbeitet.

Hillebrand

Wenn Sie chilenischen Wein in Japan genießen, werden Sie kaum auf die Idee kommen, dass er von der Firma Hillebrand aus Mainz dorthin gebracht wurde. Hillebrand, der Weltmarktführer im Transport von Wein und alkoholischen Getränken, ist mit 73 Büros in allen Weinbauregionen und relevanten Konsummärkten präsent. Im Weintransport hat Hillebrand einen Weltmarktanteil von über 50 Prozent.

Wanzl

Wenn ich auf den Flughäfen der Welt unterwegs bin, mache ich mir einen Spaß daraus zu prüfen, von wem die Gepäckkarren stammen. In Narita, dem internationalen Flughafen von Tokio (das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: die Japaner kaufen ihre Gepäckkarren in Leipheim an der Donau), in Mumbai, in Mexico City, in Moskau und vielen anderen Plätzen fand ich ein Schild von Wanzl, dem deutschen Weltmarktführer nicht nur für Flughafengepäckkarren, sondern auch für Einkaufswagen. Die globale Nr. 2 bei Flughafengepäckkarren kommt ebenfalls aus Deutschland. Es ist die Firma Expresso aus Kassel.

Kleffmann Group

Erst 1990 von dem jungen Landwirt Burkhard Kleffmann gegründet, ist dieses in Lüdinghausen in Westfalen ansässige Unternehmen mittlerweile zum Weltmarktführer in der Agrarmarktforschung aufgestiegen und hat 20 eigene Auslandsbüros.

Nivarox

Von diesem schweizerischen Mittelständler haben Sie vermutlich noch nie gehört. Dabei ist die Chance hoch, dass das Regulierungsorgan in Ihrer Armbanduhr von Nivarox ist. Der Weltmarktanteil beträgt 90 %. Dazu passt Universo, der Weltmarktführer bei Uhrenzeigern, aus Chaux-de-Fonds. Wer bedenkt schon, dass jemand die winzigen Zeiger für Armbanduhren herstellen muss.

Brainlab

Brainlab bietet für die Chirurgie die gleiche Leistung, die bei Ihrer Autofahrt das Navigationssystem erbringt, nämlich ein Positionierungssystem für die Instrumente. Seit 1989 sorgt Brainlab dafür, dass chirurgische Eingriffe im Vorfeld präziser geplant und Operationen exakter durchgeführt werden. Mit über 5 000 installierten Systemen weltweit deckt dieses rasant wachsende Unternehmen 60 % des Weltmarktes ab.

Omicron

Omicron aus Taunusstein ist Weltmarktführer für Raster-Tunnel- und Raster- Sonden-Mikroskope, die in der Nanotechnologieforschung eingesetzt werden. Im Jahr 1984 von Rainer Aberer gegründet, gehört Omicron heute zur Nanotechnology Tools Division der Oxford Instruments Group, einem Weltmarktführer für Nano-Analysewerkzeuge.

Dax-Firmen wie BMW mit Ankeraktionär Quandt und Fresenius mit Großaktionär Kröner gelingt es seit 2007, dem Rekordjahr in der deutschen Unternehmensgeschichte, ihre Nettogewinne im Schnitt jährlich um mehr als zehn Prozent zu steigern. In Konzernen mit Börsennotierung und Ankeraktionär verbindet sich das Beste aus zwei Welten.

Kommentare (12)

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Mittelstandsfreund

24.09.2012, 18:09 Uhr

Die magere Rendite liegt vielleicht daran, dass der Mittelstand in Deutschland tatsächlich noch arbeitet - im Gegensatz zu den DAX-Konzernen, deren Hauptgeschäft der Lobbyismus und Staatssubventionen sind.

Account gelöscht!

24.09.2012, 18:37 Uhr

Die Renditeschwäche der Mittelständler liegt an geringerer Standortoptimierung und hoher Verantwortung in Mitarbeiter und Standorttreue. Insgesamt kann die Renditeschwäche der Mittelständler auch als Schutzfaktor für Übernahmen angesehen werden. Die Renditeschwäche ist oft auch durch langfristig ausgelegtes Investitionsverhalten zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit dieser Unternehmen. Es ist eine gesunde und mutige Strategie mit der die Mittelständler Generationen sichern und so zum Rückrad unserer gesamten Wirtschaft werden. Würden diese Unternehmen sich strikt nach dem Renditedenken von Hedge Fonds und Finanzinvestoren richten hätten wir in diesem kleinen Land keine 1500 Weltmarktführer in ihren jeweiligen Betätigungsfeldern, sondern Wüste.

Ich_kritisch

24.09.2012, 19:10 Uhr

Die "geringe" rendite muss kein Nachteil sein. Ich denke, es reicht den Familien um davon recht ordentlich zu leben - und warum sollte es dann mehr sein? Diese Familien wissen, dass man Geld nicht essen und nicht mitnehmen kann. Sie wollen den Kindern lieber einen gutgehenden Betrieb hinterlassen statt eines gefüllten Bankkontos. Letzteres kann bei einer Inflation ruck-zuck weg sein, ein Betrieb erwirtschaftet aber auch bei Inflation einen auskömmlichen Gewinn.

Wenn diese Unternehmen nur an eine Gewinnmaximierung dächten, dann würden sie nicht so viel ausbilden - und Deutschland ginge es dann viel, viel schlechter!

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