Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.06.2013

12:37 Uhr

Freie Arbeitsplätze

Kleine Betriebe suchen Mitarbeiter

Einer Studie zufolge sind kleine Betriebe am erfolglosesten bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Das liegt vor allem an der im Vergleich zu großen Unternehmen geringen Reichweite bei Jobausschreibungen.

Gerade in kleineren Firmen mangelt es an jungem Personal. dpa

Gerade in kleineren Firmen mangelt es an jungem Personal.

NürnbergKleine Firmen haben die größten Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Demnach bleiben bei Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern 23 Prozent der ausgeschriebenen Stellen dauerhaft unbesetzt. In mittleren Betrieben werden hingegen nur elf Prozent der Ausschreibungsverfahren erfolglos abgebrochen. In großen Betrieben mit mehr als 250 Mitarbeitern sind es sogar nur zwei Prozent.

Einer der Gründe: Die kleinen Firmen suchen auf weniger Wegen nach neuen Beschäftigten als die großen. So nutzen sie etwa Online-Stellenbörsen und Anzeigen in Zeitungen deutlich seltener und schalten auch die Arbeitsagenturen nicht so häufig ein. „Entsprechend ist die Zahl der Bewerbungen geringer, die ein kleiner Betrieb erhält, und das Risiko größer, dass sich darunter kein geeigneter Kandidat befindet“, urteilen die IAB-Forscher. Dabei stellen die kleinen Betrieben mehr als die Hälfte aller offenen Stellen in Deutschland. Knapp 30 Prozent entfallen auf mittelgroße Betriebe, weniger als 20 Prozent auf Großunternehmen.

Von

dpa

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

10.06.2013, 13:21 Uhr

Die Reichweite der Stellenangebote ist es nicht nur.

Wesentlicher ist die oft weitaus geringere Bezahlung. Und so werden gut bezahlende Unternehmen bevorzugt.

wauz

11.06.2013, 20:54 Uhr

Es gibt kein Arbeitsamt mehr

Vor langer Zeit haben tatsächlich Arbeitsämter Menschen und Firmen zusammengebracht. Hauptaugenmerk war dabei, dass Stelle, also sowohl die Aufgabe als auch die Firma, mit dem Arbeitssuchenden harmonierten. Dann hat die Politik nach und nach die Regeln geändert. Inzwischen gibt es diese Institution zweimal. Beide machen Vermittlungsvorschläge und es geht nur noch darum, solche Vorschläge in Masse zu generieren. Wenn eine Firma bei der Agentur Angebote einstellt, bekommt sie Bewerbungen von Leuten, die direkt von der Agentur als auch von denen, die über Jobcenter/ARGE betreut werden. Auch unter letzteren gibt es qualifizierte Leute, die etwas Kasten haben. Dummerweise werden von den ARGEN inzwischen Vermittlungsvorschläge so gemacht, dass sie die Betroffenen dazu verleiten sollen, sich auf unpassende Stellen nicht zu bewerben, damit man ihnen eine Kürzung hineindrücken kann. Was für die betroffene Firma den ungeheuren Vorteil hat, auf auch nur eine Stelle bis zu 1500 Bewerbungen oder sogar mehr zu bekommen. Das kann keine kleine Firma mehr aushalten.
Das Ergebnis: Es wird grob vorsortiert und meist fallen gerade dabei die brauchbaren Bewerber unter den Tisch.
Ein kleiner Betrieb kann sich keine Personalabteilung leisten, heute genauso wenig wie früher. Bloß hat früher das Arbeitsamt diese Aufgabe übernommen ist heute ein Totalausfall. Zeitarbeit als Rekrutierung funktioniert auch nicht mehr, weil sich nur nach wenige sich davon etwas erhoffen.
Die Politik muss das Problem lösen!

Marquardt-Compagnie

16.07.2013, 21:22 Uhr

Es tritt halt auch eine neue Generation von Arbeitnehmern an. Dies ist bei vielen Unternehmen noch nicht angekommen und die Suche gestaltet sich dann als schwierig. Und weil immer weniger junge Menschen gutes Know-how mitbringen, ist der Markt halt überschaubar. Zumindest, wenn man richtige Fachkräfte sucht. Modernes Personalmanagement und Recruiting sind übrigens keine Hexerei. Aber man muss wissen, wie es geht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×