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04.10.2013

08:54 Uhr

Freihandelsabkommen

160.000 neue Jobs in Deutschland denkbar

Rosige Zeiten für den deutschen Arbeitsmarkt: Einigen sich EU und USA auf ein Freihandelsabkommen entstehen laut einer aktuellen Studie zahlreiche neue Arbeitsplätze. Nutznießer wären nicht nur die Großkonzerne.

Container im Hamburger Hafen. Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA würde die deutschen Exportzahlen deutlich steigern. dpa

Container im Hamburger Hafen. Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA würde die deutschen Exportzahlen deutlich steigern.

GüterslohDurch das angestrebte Freihandelsabkommen der EU mit den USA könnten alleine in Deutschland laut Studie 160.000 Arbeitsplätze entstehen. Von dem Abkommen würden nahezu alle Branchen in sämtlichen Bundesländern profitieren, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie des ifo-Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Die Einkommen würden fast durchgängig steigen. Die Verhandlungen von EU und USA sollen an diesem Montag in Brüssel fortgesetzt werden.

Im Januar 2014 soll eine erste Etappe erreicht werden, bis dahin sollen die Unterhändler Grundlinien zu Regulierungsfragen vereinbaren. Sollten die Verhandlungen insgesamt zum Erfolg führen, würde die größte Freihandelszone der Welt mit gut 800 Millionen Einwohnern geschaffen.

Der Studie zufolge wären vor allem Zuwächse beim Export in die USA zu erwarten. So könnten die Ausfuhren in die USA im Nahrungsmittelgewerbe, in der Metallerzeugung und Metallbearbeitung sowie der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft um bis zu 50 Prozent wachsen. Profitieren würden besonders Bundesländer mit einem stark exportorientierten produzierenden Gewerbe. „Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg könnten mit einem Wertschöpfungszuwachs in Höhe von rund fünf Milliarden Euro und jeweils rund 20.000 neuen Arbeitsplätzen rechnen.“

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Von den 160.000 neuen Arbeitsplätzen würden 85.000 im produzierenden Gewerbe entstehen, aber auch 75.000 im Dienstleistungssektor, zum Beispiel im Kraftfahrzeughandel oder Reparaturdienstleistungen. Die Löhne würden demnach in Deutschland nahezu durchgängig wachsen. In den niedrig qualifizierten Gruppen erwartet die Studie einen Anstieg der Reallöhne um 0,9 Prozent. Die Reallöhne der mittel- und hochqualifiziert Beschäftigten würden um 0,7 bzw. 0,6 Prozent steigen.

„Gewinnen würden nicht nur Großkonzerne, sondern insbesondere der Mittelstand“, sagte Aart De Geus, Vorstandschef der Bertelsmann Stiftung. „Entscheidend wird sein, ob ein Freihandelsabkommen auch die Akzeptanz der Bevölkerung findet. Deshalb ist es nicht nur wichtig, dass auch kleine Betriebe und niedrige Einkommensgruppen profitieren, sondern dass Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz gewährleistet bleiben.“

Von

dpa

Kommentare (8)

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04.10.2013, 09:16 Uhr

Ich (auch ein Experte) frage mal alle anderen Experten, wie völlig überschuldete Staaten überhaupt noch irgendewas kaufen können ? Wovon ? Wachstum mit weiteren Schulden ? 160.000 neue Jobs und wieviele gehen verloren ? Alles nur Kaffeesatzleserei und später gibt es wieder Millionen Gründe, die uns das Gegenteil erklären. Ich kann diesen ganzen Schwachsinn nicht mehr lesen !

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04.10.2013, 09:17 Uhr

Es werden Hunderttausende Jobs entfallen!
Wir werden gentechnisch verseuchte Nahrungsmittel der Amerikaner fressen müssen!

Schlußendlich wird die EU dann so dastehen wie die USA heute: marode, unsozial, wirtschaftlich am Ende und nur durch Gewalt gegen andere am Leben zu erhalten. Nur letzteres wird der EU nicht gelingen!

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04.10.2013, 12:31 Uhr

160.000 neue Jobs denkbar!

Einst kann man festhalten, vieles was vor der Wahl denkbar war und was nach der Wahl denkbar ist spielt überhaupt keine Rolle.

Zunächst die Posten verteilen und die eigenen Taschen vollmachen, dann die Wünsche der Multis erfüllen und dann für die restlichen Bürger Erhöhung der Abgaben.
Dies ist nicht denkabr, aber wahrscheinlich.

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