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30.11.2011

14:20 Uhr

Fremdrekrutierung

Wie Firmeninhaber sich Spitzenmanager angeln

VonKatrin Terpitz

Viele Familienunternehmer tun sich mit der Rekrutierung von Spitzenleuten schwer. Eine Umfrage zeigt nun, was Fremdmanagern wichtig ist - und wofür viele sogar auf ein Spitzengehalt verzichten würden.

Für Manager ist wichtig, an der langen Leine der Unternehmensinhaber agieren zu können. Reuters

Für Manager ist wichtig, an der langen Leine der Unternehmensinhaber agieren zu können.

DüsseldorfAngestellten Geschäftsführern und Vorständen in Familienunternehmen ist Handlungsfreiheit im Tagesgeschäft fast genauso wichtig wie ein hohes Fixgehalt. Das ist Ergebnis einer Umfrage der Beratungsfirma Dr. Heimeier & Partner unter rund 100 Fremdgeschäftsführern oder -vorständen.

Die Studie, die von der Anwaltskanzlei Binz unterstützt wurde und dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, beleuchtet Familienunternehmen quer durch alle Branchen und Größenklassen. Fremdmanager würden danach auf mehr als zehn Prozent ihres Festgehalts verzichten, wenn sie hierdurch mehr Handlungsfreiheit im täglichen Geschäft bekämen.

Nach Schätzungen des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) stehen nach einem Generationswechsel nur in etwa 43 Prozent der Familienbetriebe weiter Manager aus der Familie an der Spitze. Viele Unternehmer seien jedoch unerfahren bei der Rekrutierung von externen Führungskräften.

Die Umfrage zeigt, was für Fremdmanager bei Vertragsverhandlungen in mittelständischen Familienunternehmen wichtig ist. Schon während der Vertragsverhandlungen möchten externe Manager sicherstellen, dass sie an der langen Leine der Eigentümer agieren können. Für Familienunternehmen ist eine größere Handlungsfreiheit der Externen jedoch ein heikler Punkt – bedeutet sie doch Verzicht auf Einflussnahme.

„Wenn Familienunternehmen die Führung in die Hände von Fremdmanagern legen, dann müssen sie bereit sein, die Verantwortung für das Tagesgeschäft zu übertragen. Ansonsten gelingt es Familienunternehmen nicht, an Topkräfte zu kommen“, sagt Rechtsanwalt Mark Binz.

Kommentare (1)

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AntonIfanor

02.12.2011, 12:09 Uhr

Ein interessanter und aufschlußreciher Artikel. In unserem Unternehmen wurde es nicht mit einem Gesellschafter auf Zeit sondern einem Manager auf Zeit versucht. Spezialisten wie Seneca Vision erledigen dann die Ihnen gestellten Aufgaben. Unsere Erfahrungen waren jedenfalls sehr gut.
Anton Ifanor

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