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24.07.2012

17:22 Uhr

Gastbeitrag

Warum Sie nie Freunde in den Beirat berufen sollten!

Von Christoph Achenbach, Frederik Gottschalck

Im folgenden Beitrag gehen die Autoren Christoph Achenbach und Frederik Gottschalck der Frage nach, wer in einen Beirat berufen werden sollte – und wer besser nicht: eine aufschlussreiche, aber oft ignorierte Tabu-Liste.

Christoph Achenbach: „Ein Beiratsmitglied sollte niemals in einem persönlichen oder wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnis zum Unternehmen stehen.“ dpa

Christoph Achenbach: „Ein Beiratsmitglied sollte niemals in einem persönlichen oder wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnis zum Unternehmen stehen.“

KölnHinsichtlich der Zusammensetzung des Beirats und der Anzahl der Beiratsmitglieder haben Familienunternehmen weitgehende Gestaltungsfreiheit. Nur bei großen GmbHs gibt es eine gesetzliche Vorschrift, die zu beachten ist. Für diese Unternehmen muss der Beirat mindestens drei Mitglieder umfassen. In allen anderen, und damit der weit überwiegenden Anzahl von Fällen, können die Gesellschafter selbst entscheiden, wie viele Mitglieder sie berufen wollen.

Diese Entscheidung, so einfach das zunächst klingen mag, ist abhängig von einer Vielzahl von Variablen, die im Wesentlichen von den Motiven für die Installation eines Beirats und den zu übernehmenden Aufgaben abhängen.

In der Praxis treffen wir immer wieder auf Gesellschafter und Unternehmer, die bereits vor den konzeptionellen Überlegungen zum Beirat die Personalauswahl entschieden haben. Richtig ist jedoch die umgekehrte Reihenfolge. Zunächst ist festzulegen, welcher Beiratstypus eingerichtet werden soll.

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Die wichtigsten Fragen hierbei sind: Soll der Beirat rein beratend, mitentscheidend oder aufsichtsratsähnlich aktiv sein? Welche Aufgaben soll der Beirat im Einzelnen übernehmen? Welche fachlichen Qualifikationen sollen im Beirat vorhanden sein? Welche persönlichen Eigenschaften sollen die Beiratsmitglieder mitbringen? Und nicht zuletzt: Wie viel zeitlicher Einsatz wird für die Beiratsarbeit nötig sein? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man sich im Detail mit der Zusammensetzung und mit der Anzahl der Beiratsmitglieder beschäftigen.

Kommentare (1)

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24.07.2012, 17:34 Uhr

Ja ich muß aus eigener Erfahrung dies Bestätigen. Auch bei einem geschäftsansatz ist mit engen Freunden und Verwandten kein Blumentopf zu gewinnen. Kurz vor einem Geschäftsabschluss bekommt der der Bezahlen muß kalte Füße und denkt der Onkel hat Ihn beschissen und verdient eine Schweinekohle an mir. Es gab auch schon Fälle da hat der zahlende Geschäftspartner zum anderen gesagt, das hast Doch mir zu Liebe um sonst gemacht.
Ehrliche Geschäfte mit Fremden, wo wenn möglich nur einer entscheidet sind die besten.

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