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01.02.2011

10:50 Uhr

Gewinn

Anlagenbauer Dürr kommt aus der Krise

Dem Maschinen- und Anlagenbauer Dürr ist die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen. Davon sollen auch die Anteilseigner des Unternehmens profitieren.

Autolackieranlage von Dürr: Nach heftigen Rückschlägen durch die Autokrise ist dem Konzern die Wende gelungen. Quelle: Pressebild

Autolackieranlage von Dürr: Nach heftigen Rückschlägen durch die Autokrise ist dem Konzern die Wende gelungen.

HB STUTTGART. Dürr hakt nach einem Schlussspurt im vergangenen Jahr die lange und tiefe Krise ab. Aus dem kleinen Nachsteuergewinn in Höhe von sechs Millionen Euro wolle das Unternehmen für das vergangene Geschäftsjahr wieder eine Dividende an die Aktionäre ausschütten, teilte der vom früheren Bahn-Chef Heinz Dürr kontrollierte Konzern am Dienstag in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart mit.

Für 2009 war wegen Verlusten in Höhe von 25,7 Millionen Euro die Ausschüttung an die Anteilseigner gestrichen worden. Dürr hatte in dem Jahr kräftige Umsatzeinbußen durch die Krise der Autoindustrie verbucht und Stellen abgebaut.

Dürr ist vor allem für die Autobranche tätig und weltweit für seine Lackieranlagen bekannt. In der beinahe zwei Jahre währenden Finanz- und Wirtschaftskrise hatten die Autohersteller wegen des schleppenden Neuwagenverkaufs ihre Investitionen zusammengestrichen und Dürr damit Aufträge entzogen.

Mittlerweile brummt die Branche wieder, da der wachsende Wohlstand in China die Nachfrage nach neuen Pkw antreibt. Dürr konnte daher 2010 Aufträge von mehr als 1,6 Milliarden Euro hereinnehmen und erreichte mit diesem Zuwachs um 38 Prozent fast wieder das Vorkrisenniveau des Jahres 2007. "Das vierte Quartal 2010 war mit einem Auftragseingang von 540 Millionen Euro das mit Abstand beste Quartal seit Jahren", teilte der Konzern mit, der sich den Weltmarkt für Lackieranlagen mit dem schwäbischen Mittelständler Eisenmann und Taikisha aus Japan teilt.

Der Orderbestand lag zum Jahresende 2010 mit 1,36 Milliarden Euro weit über den Werten der vergangenen Jahre und lastet die zuletzt rund 5800 Mitarbeiter zählende Belegschaft rechnerisch rund ein Jahr aus.

Über weitere Details des abgelaufenen Geschäftsjahres will Dürr am 23. Februar berichten, dann will der Vorstand auch einen Ausblick für 2011 geben. An der Börse legten die im Kleinwerteindex SDax notierten Dürr-Aktien um 1,5 Prozent auf 24,48 Euro zu, der Börsenwert erhöhte sich damit auf gut 424 Millionen Euro.

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