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12.02.2012

17:07 Uhr

Griechenlandrettung

Mittelstand warnt vor Insolvenzverschleppung

ExklusivIn der CDU wächst die Sorge, Griechenland könne zu einem Fass ohne Boden werden. Der Chef des Parlamentskreises Mittelstand warnt vor „politischer Insolvenzverschleppung“ und überlegt, gegen das Rettungspaket zu stimmen.

Griechenland auf der Kippe: Einzelne Politiker befürworten den Austritt der Helenen aus der Eurozone. dpa

Griechenland auf der Kippe: Einzelne Politiker befürworten den Austritt der Helenen aus der Eurozone.

BerlinDer Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) der Unionsfraktion, Christian von Stetten, erwägt, im Bundestag gegen das neue Griechenlandpaket zu stimmen. „Bliebe es beim jetzigen Stand, müsste ich Ende Februar gegen das neue Griechenlandpaket stimmen“, sagte von Stetten dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Es sei zudem völlig offen, welche Empfehlung er dem PKM zum Abstimmungsverhalten geben werde. „Politiker müssen aufpassen, dass sie sich nicht der Insolvenzverschleppung schuldig machen“, warnte von Stetten.

Die Aussicht, dass Griechenland seine Schulden zurückzahlt oder sich selbst wieder refinanzieren könne, sei derzeit nicht erkennbar. „Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone wäre kein Weltuntergang“, meint der Unionspolitiker. Das Land bliebe Teil Europas und bekäme weiter Unterstützung. „Für Finanzminister Schäuble wird es schwer werden, mich von einer Schuldentragfähigkeit Griechenlands zu überzeugen“, sagte von Stetten.

Kommentare (10)

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rxm

12.02.2012, 17:36 Uhr

Allmählig dämmert es auch unseren Politikern, das Griechenland ein Fass ohne Boden ist. Wird Zeit, dass sie das auch erkennen. Der normale Bürger weis das schon längst. Übrigens bin ich auch der Überzeugung, dass Griechenland durch die Rückkehr zur Drachme wieder wettbewerbsfähig wird. Im Euroraum wird das nie passieren.

Rapid

12.02.2012, 17:38 Uhr

Es gibt auch in der Union noch ein paar übrig gebliebene zaghafte Realisten, die den politischen Visionären nach der Machart des Herrn Schäuble und der Frau Merkel nicht so ohne weiteres auf den Leim gehen. Sie sind allerdings derart dünn gesät, dass man sie getrost in der Rechnung des Herrn Schäuble vernachlässigen kann, immer in der Annahme, sie kriechen, wenn es darauf ankommt sowieso zu Kreuze.

Wahnsinn_mit_Methode

12.02.2012, 18:17 Uhr

Endlich eine Stimme der Vernunft, danke! Allerdings wäre auch ein Austritt Griechenlands aus der EU kein Drama, im Gegenteil, es wäre ein Stopschild für die übrigen PIIGS-Staaten und würde Griechenland zwingen, sich endlich von Grund auf strukturell zu erneuern. Durch weitere Zahlungen an ein durch und durch korruptes System würde selbiges nur gestützt und eine strukturelle Erneuerung verhindert. Nahrungs- und Medikamentenlieferungen an wirklich Bedürftige durch unabhängige Organisationen, die dann selbstverständlich auch die Verteilung übernehmen müssten, sind dadurch ja nicht ausgeschlossen.

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