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10.03.2014

16:14 Uhr

Großküchen

Rational will bei Burger King und Pizza Hut landen

Der Großküchenhersteller Rational will sein Amerikageschäft vergrößern. In den USA sollen neue Märkte erschlossen und der Gewinn gesteigert werden. Mit den großen Fastfood-Ketten will Rational beginnen.

Der Großküchenausstatter Rational will auch in den USA das Feuer zum Lodern bringen. dpa

Der Großküchenausstatter Rational will auch in den USA das Feuer zum Lodern bringen.

LandsbergsDer neue Rational-Chef will den Großküchen-Ausstatter vor allem dank besserer Geschäfte in Amerika wieder zu altem Glanz führen. „Ich möchte gezielt neue Märkte entwickeln und einen Schwerpunkt in den USA setzen“, sagte der seit Jahresbeginn amtierende Vorstandsvorsitzende Peter Stadelmann in einem am Montag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

„Prinzipiell kommen als Kunden alle großen Ketten in Frage, Schnellrestaurants, aber auch Supermarkt- und Tankstellenketten oder Möbelmärkte, die Essen anbieten.“ Zudem frage sich die Konzernführung regelmäßig, ob Rational mehr Geschäft mit der Auftragsfertigung für andere Hersteller machen wolle, die die Kochautomaten der Bayern dann unter eigenem Namen verkaufen.

Derzeit beliefert Rational solche Kunden in der Schweiz, in Skandinavien, in Japan, der Türkei oder in Australien. Laut Finanzchef Erich Baumgärtner sorgt das Geschäft mit OEMs für einen Umsatzanteil von circa zehn Prozent. In den USA war Rational in der Vergangenheit ebenfalls als Auftragsfertiger tätig, verlor den Abnehmer aber durch eigene Schnitzer, wie Stadelmann ausführte.

Küchenglossar - Schranktypen

Apothekerschrank

Ein Auszugsschrank. Beim Öffnen fahren sämtliche (Korb-)Schubladen heraus, die von beiden Seiten zugänglich sind.

Auszugschrank

Bei einem Auszugschrank verbergen sich hinter einer Tür Schubladen. Dadurch können die Schubladen dichter montiert werden als bei einem Apothekerschrank, was den Stauraum noch einmal verbessert.

Klappenoberschränke

Bei Oberschränke hat ein Mechanismus an Beliebtheit gewonnen, der die Türen nach oben öffnen lässt. Dadurch kann man sich nicht mehr an offen stehenden Türen den Kopf stoßen. Wird auch Liftmechanismus genannt.

Le-Mans-Schrank

Eine Lösung für Eckschränke: Auf ausfahren Böden, deren Umriss an eine kurvige Rennstrecke erinnert, können etwa Töpfe untergebracht werden.

Magic-Corner-Eckschrank

Eine Variante des Unterschranks für Ecken: Speziell ausgerichtete und ausschwenkbare Böden optimieren die Stellfläche.

Stollenschrank

Ein schmaler Unterschrank mit einer Tür, in dem etwa Backblecke Platz finden.

Auch sonst habe es in 20 Jahren Geschäft in Amerika viel Auf und Ab gegeben. „Wir müssen unseren Ruf wiederherstellen.“ Mit Blick auf die große Nachfrage nach Essen außer Haus sagte er: „Wir wollen dort mehr erreichen.“ Zuletzt sorgte Amerika für 18 Prozent der Erlöse; im Kernmarkt Deutschland waren es 13, im restlichen Europa 50 Prozent. Weltweit erzielte Rational in den ersten neun Monaten 2013 einen Umsatz von 329 Millionen Euro und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 86,5 Millionen.
„In den USA arbeiten viele Profiküchen noch so, wie in Deutschland vielleicht vor 20 oder 25 Jahren gekocht wurde“, sagte Stadelmann. Viele hätten mehrere Einzelgeräte - Rational wirbt damit, durch einen Automaten in einer Großküche mindestens fünf Maschinen zu ersetzen. Um in den USA mehr Dampf zu machen, will Stadelmann etwa den Außendienst an der Ost- und Westküste stärken. Als Kunden, um die Rational intensiver werben will, hat der Vorstandschef Ketten wie Burger King, Wendy's oder Pizza Hut im Visier.

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