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25.01.2005

08:34 Uhr

Gütesiegel für vorbildliche Firmen geplant

Mittelstand sorgt sich um Image

Im deutschen Mittelstand formiert sich Widerstand gegen den drohenden Imageverlust durch Negativschlagzeilen über Bilanzfälschungen, Korruption und Umweltsünden in Großkonzernen.

sbe HB BERLIN. „Der Mittelstand wird in Sippenhaftung genommen. Jetzt droht ihm ein Erfolgsfaktor wegzubrechen: das Vertrauen“, warnt Joachim Schuble, Geschäftsführer der Beratungsagentur Compamedia. Mit der Benchmarking- Initiative „Ethics in Business“ wollen sich engagierte Unternehmen nun dagegen wehren.

Ab diesem Jahr sollen vorbildliche Firmen für ein Jahr das Label „Ethics in Business“ als eine Art Gütesiegel erhalten. Erklärtes Ziel ist es, mit der Auswahl von Vorreitern Mittelständler auf breiter Basis zu ethischem und nachhaltigem Wirtschaften anzuregen. Unternehmen, die das Siegel erhalten, werden in einem Jahrbuch portraitiert. Außerdem sorgen die Organisatoren für eine umfassende Pressearbeit. Auch wollen die Initiatioren ein Netzwerk zum Informations- und Erfahrungsaustausch etablieren.

Mittels eines Fragebogens und zusätzlichem Research prüft die Initiative, inwieweit die Unternehmen über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus ehrlich und nachhaltig, also ökologisch und sozial verantwortungsvoll wirtschaften. „Nur wer in beiden Bereichen Punkte sammelt, erhält das Label für ein Jahr“, sagt Robert Haßler, Geschäftsführer der spezialisierten Münchener Agentur Oekom Research, die die Nachhaltigkeitsbewertung übernimmt.

Neben Haßler sind an dem Projekt auch Fritz Vahrenholt, Vorstandschef der Repower Systems, Wolfgang Grupp, Geschäftsführer des Sportbekleidungsherstellers Trigema, und Jürgen Heraeus, Aufsichtsratschef des gleichnamigen Edelmetall- und Technologiekonzerns beteiligt.

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