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19.01.2012

08:07 Uhr

Hall of Fame

Die Stunde der Optimisten

VonOliver Stock

Das Handelsblatt ehrt den deutschen Mittelstand. Drei weitere, sehr verdiente Familienunternehmer wurden in die Hall of Fame aufgenommen. Ein Bericht von der Gala mit reichlich Prominenz und voller Optimismus.

Die Protagonisten der Hall of Fame 2012: Bernard Meyer, Karin Meyer, Klaus Fischer, Sabine Fischer, Dieter von Holtzbrinck, Martin Kannegiesser und Jutta Kannegiesser (von links nach rechts). HB

Die Protagonisten der Hall of Fame 2012: Bernard Meyer, Karin Meyer, Klaus Fischer, Sabine Fischer, Dieter von Holtzbrinck, Martin Kannegiesser und Jutta Kannegiesser (von links nach rechts).

BerlinDas schöne an Familienunternehmern ist, dass sie in einer Welt, in der Werte in Geld, Menschen an ihrem Einkommen und Unternehmen an ihrem Aktienwert gemessen werden,  so etwas wie den Gegenentwurf darstellen: Willensstärke bis zur Sturheit, Innovationsfreude bis zur Verrücktheit, Motivation bis zum Umfallen.

Das Handelsblatt ehrt deswegen einmal im Jahr genau diese Unternehmerpersönlichkeiten. Sie ziehen ein in die Hall of Fame, in die Ruhmeshalle der Familienunternehmer. Gestern passierte das zum vierten Mal im lüstergeschmückten Saal des Münchner Charles Hotels. Es war ein Abend der großen Worte. Solche zum Merken und Mitschreiben. Solche, die nur fallen dürfen, wenn auch große Taten dahinterstehen.

Zum Beispiel dieser Satz: "Wer Mut hat, macht Mut." Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen, sagte ihn gestern Abend und meinte damit den ersten von drei Preisträgern, Klaus Fischer. Fischer ist jener Mann, der aus einem Unternehmen, das jeder dübelnde Heimwerke kennt, einen Weltmarktgiganten in der Befestigungstechnik gemacht hatte. Mehr graue Zellen statt graue Dübel, könnte Fischers Motto gelautet haben, als er den Umsatz in den vergangenen mehr als 30 Jahren versiebenfachte.

Fischer: Japanische Managementmethoden im Nordschwarzwald

Fischer

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Mit einem Dübel sind die Fischerwerke weltbekannt geworden. Doch unter der Ägide von Klaus Fischer liegt das Familienunternehmen auch bei der Management-Kultur ganz vorne.

Fischer selbst beschreibt es so: "Es sind die Menschen, die den Unterschied ausmachen, denn alles wird von Menschen gemacht. Deswegen sind Investitionen in Menschen die besten Investitionen." Es gibt eine Zahl, die bestätigt, dass Fischer richtig liegt: Aus keinem Unternehmen kommen pro Mitarbeiter mehr Patentanmeldungen in Deutschland als von der Fischer-Gruppe.

Kommentare (6)

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Pendler

19.01.2012, 08:28 Uhr

Danke HB für diesen Beitrag.

Freut mich besonders, dass das HB wieder zu seinen Grundwerten zurück findet und sich aus der Schmieren-Affäre der BILD auskoppelt.

Eine sehr lobenswerte Wende.

absahner

19.01.2012, 10:15 Uhr

was glauben sie denn,wie gerne all die hier abgebildeten noblen unserem staatsoberhaupt noch vor kurzem einen gefallen getan hätten.

im übrigen is unser bimbes prasident nun opfer seines netz- und petzwerkes.

win win situation is so einfach...

Radiputz

19.01.2012, 11:12 Uhr

@absahner
Netz-und Petzwerk trifft den Nagel auf den Kopf. Wer Netze knüpft um "Fische" zu fangen hat auch darauf zu achten, dass das "Netz" mit der Zeit nicht zu große Löcher bekommt und zum Petzwerk mutiert, die kleineren "Schadstellen" sind eh unvermeidbar.
Ein guter Netzknüpfer muß seiner "Netzpflege" in vielfacher Hinsicht Genüge leisten und ein eigenständiger souveräner "Doppeldenker" sein und aufpassen, dass er nicht in andere "Netzwerke" gerät, die seinen Bestrebungen zuwiderlaufen und sie konterkarieren.

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