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30.04.2012

06:30 Uhr

Handelsblatt-Umfrage

Manager warnen vor zu hohen Tarifabschlüssen

VonDorit Marschall

ExklusivDie Gewerkschaften fordern teils über sechs Prozent mehr Lohn - deutsche Manager sehen laut einer Umfrage für das Handelsblatt aber nur Spielraum bis zu drei Prozent. Ansonsten müssten sie Stellen streichen.

Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn - vollkommen überzogen finden das die Top-Manager Deutschlands. dpa

Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn - vollkommen überzogen finden das die Top-Manager Deutschlands.

FrankfurtDie Führungskräfte in Deutschland warnen angesichts der laufenden Tarifrunde davor, die erfolgreiche Entwicklung der hiesigen Wirtschaft durch überzogene Abschlüsse aufs Spiel zu setzen. Dies zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 654 Spitzenmanagern für den Handelsblatt Business-Monitor. Demnach sind die Befragten mehrheitlich der Ansicht, dass die Löhne und Gehälter maximal um drei Prozent erhöht werden dürfen. 54 Prozent der Spitzenmanager sehen den Spielraum bei zwei bis unter drei Prozent. Weitere zwölf Prozent halten nur Lohnerhöhungen von weniger als zwei Prozent für vertretbar

Die IG Metall hatte am Wochenende begonnen, ihrer Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie mit Warnstreiks Nachdruck zu verleihen. Die Arbeitgeber bieten derzeit drei Prozent mehr Geld an

70 Prozent der im Rahmen des Handelsblatt Business-Monitors befragten Spitzenmanager fürchten konkrete Auswirkungen für ihr Unternehmen, sollten die Tarifabschlüsse zu hoch ausfallen. 42 Prozent der Führungskräfte müssten in diesem Fall Personal abbauen, weitere 23 Prozent würden „Kosten in anderen Bereichen einsparen“ und elf Prozent planten dann sogar die Verlagerung von Firmenteilen ins Ausland. „Wir dürfen das gegenseitige Verständnis von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die in den letzten Krisenjahren stärker zusammengewachsen sind, nicht durch radikale Forderungen aufs Spiel setzen“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem Handelsblatt.

Kommentare (4)

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Harald

30.04.2012, 07:59 Uhr

Sind das DIE Manager, die monatlich um die 1 Million Euro nach Hause bringen und deren Boni nun beschnitten werden?
Ich zerfließe vor Mitleid mit Ihnen!

Für alle anderen Arbeitnehmer sieht die Rechnung so aus, das die monatlichen Fixkosten binnen 1 Jahres um mindestens 10% gestiegen sind und somit ein richtig realer Lohnverlust eingetreten ist! Ihr Gierhälse und EU-Lügner werdet das komplette Finanzsystem mit allen Menschen darin voll gegen die Wand fahren! Man, wie könnt ihr nur so naiv sein und glauben, das es danach wieder normal weitergeht? Dieser Crash wird der Alptraum der Menschheit schlechthin!

Account gelöscht!

30.04.2012, 08:03 Uhr

Reflex.

Wenn den Managern jetzt erst einfällt, dass sie 1. eine zu hohe Personaldecke haben, 2. im Ausland billiger produzieren könnten oder 3. an anderer Stelle Kosten sparen könnten, dann haben sie in der Vergangenheit ihren Job nicht richtig gemacht.

Als Aktionär oder Eigentümer dieser Firemen würde ich solche Manager feuern!

HeulDoch

01.05.2012, 08:41 Uhr

Haha, hat da jemand den 01. Mai mit dem April verwechselt?
Welche "Manager" sollen denn diesen Unsinn erzählt haben?
Das kommt doch garantiert wieder aus dem Lager, aus dem es immer kommt.
Nachdem es bekanntermaßen im Ausland nicht geklappt hat, mit der Produktion, sind sie alle wieder da.
Nachdem jahrelang das mittlere Management ausgedünnt worden ist, wo die Spezialisten saßen, gibt es akuten Fachkräftemangel.
Nachdem jede fünfte Stelle so mies bezahlt ist, dass der Staat - also wir - den Arbeitnehmer unterstützen müssen...
sollten diese "Manager" einfach mal ihre Arbeit machen lernen.

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