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02.06.2012

09:51 Uhr

Heimarbeit im Aufschwung

Immer mehr Firmen lassen zuhause arbeiten

VonLara Sogorski

Mehr als ein Drittel aller mittelständischen Firmen bieten bereits flexible Arbeitsmodelle an. Eines davon ist das Home-Office. Das findet allerdings eher in der älteren Generation Anklang.

Viele junge Angestellte arbeiten lieber im Büro als zuhause. gms

Viele junge Angestellte arbeiten lieber im Büro als zuhause.

BerlinDie Arbeit im Home-Office ist heute bereits bei vielen mittelständischen Unternehmen möglich. Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag des Softwareanbieters Citrix Systems bieten etwa 37 Prozent ein flexibles Arbeitsmodell wie die Heimarbeit an. Dabei sind es vor allem über 45-Jährige, die diese Möglichkeit auch nutzen. Das ist das Ergebnis der Studie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Bei den jüngeren Mitarbeitern dagegen findet der Heimarbeitsplatz weniger Anklang. Für die Studie haben die Marktforscher Anfang März 1000 Menschen aus kleinen und mittleren Unternehmen im gesamten Bundesgebiet befragt. Darunter Geschäftsführer sowie Angestellte mit und ohne Leitungsfunktion. Mit diesem Fokus auf Unternehmen mit 5 bis 500 Mitarbeitern sollte unter anderem die Innovationskraft des Mittelstands untersucht werden.

Inwieweit nutzen diese Unternehmen flexible Arbeitsmodelle und -orte und was bedeutet das für die Nutzung neuer Medien und Konferenztechniken? Gemessen an der Zahl aller deutschen Unternehmen machen die Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern einen Anteil von 99,7 Prozent aus. Mehr als 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer arbeiten dort. Die Ergebnisse der Studie bilden daher einen großen Teil deutscher Arbeitsrealität ab.

Die Mehrheit der Befragten zwischen 45 und 65 Jahren leistet über die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Monat an einem anderen Ort als dem Unternehmenssitz. Dabei handelt es sich in erster Linie um Angestellte und leitende Angestellte ohne Personalverantwortung. Die Zeit könne so effektiver genutzt werden, sagen die Befragten.

Kommentare (3)

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barheine

02.06.2012, 11:35 Uhr

Als freiberuflicher Softwareentwickler entwickele ich nun seit über zehn Jahren für meine mittelständischen Kunden die gewünschte Software vorwiegend vom Homeoffice aus und nur für Besprechungen und Tests bin ich vor Ort. Warum sollte das, was bei uns Freiberuflern funktioniert, nicht auch bei den festangestellten Mitarbeitern möglich sein?

JochenHofmann

02.06.2012, 13:18 Uhr

Gute Idee, aber machen die Leute dann auch ihre Einkommenssteuererklärung und geben nicht die vollen Tage für die Pendlerpauschale an? Das klingt ein wenig nach Steuerhinterziehung und der Ehrliche ist wieder der Dumme.

Account gelöscht!

02.06.2012, 18:22 Uhr

Was für eine unqualifizierte Aussage!
Durch das Homeoffice gibt man einen Teil seiner Wohnung für die Arbeit her, und kann mit viel Auffwand zwar die Kosten Absetzen (dies gleicht aber logischerweise nicht die tatsächlichen Kosten ab sondern senkt lediglich geringfügig die tatsächlich gezahlte Steuer; im besten Fall bekommt man knapp die Hälfte zurück).
Die Pendlerpauschale ist ein schlechter Scherz. Die einfache Entfernung kann abgesetzt werden und auch hier gilt, man reduziert lediglich sein angenommenes Bruttoeinkommen um den Betrag. Bei einem Grenzsteuersatz von 30% bekomme ich also für jeden gefahrenen Kilometer 4,5cent zurück (bei tatsächlichen Kosten um die 30-50cent je Kilometer).
Der dumme deutsche lässt sich das aber problemlos gefallen, er denkt ja er bekommt 30cent.

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