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16.11.2013

10:55 Uhr

Heimatland von Daimler, Bosch, ZF & Co

Baden-Württemberg ist die Hochburg der deutschen Weltmarktführer

Das Bundesland mit den meisten global erfolgreichen Unternehmen ist in Baden-Württemberg. Das Heimatland von Daimler, Bosch, ZF & Co hat auch die höchste Weltmarktführer-Dichte. Im Osten sieht es hingegen düster aus.

Daimler-Konzernzentrale in Stuttgart-Untertuerkheim: Laut einer aktuellen Studie haben 401 Weltmarktführer ihren Unternehmenssitz in Baden-Württemberg – so viele wie in keinem anderen Bundesland. ASSOCIATED PRESS

Daimler-Konzernzentrale in Stuttgart-Untertuerkheim: Laut einer aktuellen Studie haben 401 Weltmarktführer ihren Unternehmenssitz in Baden-Württemberg – so viele wie in keinem anderen Bundesland.

Düsseldorf/StuttgartBaden-Württemberg ist das Bundesland mit den meisten global erfolgreichen Unternehmen. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“ laut einem Vorabbericht. Im Südwesten haben 401 Weltmarktführer ihren Sitz, das sind 26 Prozent der weltweiten Champions in Deutschland. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 372 Weltmarktführern (24,1 Prozent) und Bayern mit 321 (20,8 Prozent). Das zeigen Berechnungen des Münchner Beraters und Wirtschaftsprofessor Bernd Venohr für die „Wirtschaftswoche“. Venohr hat mehr als 1.500 Unternehmen in seiner Datenbank deutscher Weltmarktführer erfasst.

Die Abstände zwischen den Bundesländern werden noch deutlicher, betrachtet man die Weltmarktführer-Dichte: So hat Baden-Württemberg pro 100.000 Einwohner 3,8 weltweit führende Unternehmen vorzuweisen. Nordrhein-Westfalen belegt in dieser Rangliste mit 2,1 nur Platz vier. Rang zwei bei der Weltmarktführerdichte erreicht Hamburg mit 2,9 und auf dem dritten Platz liegt Bayern mit 2,6 Champions. Schlusslichter sind nach absoluten Zahlen und nach Dichte Brandenburg und Sachsen-Anhalt: Dort haben jeweils nur drei Weltmarktführer ihren Sitz. Das sind 0,1 je 100.000 Einwohner.

Deutschlandweit ergibt sich ein Schnitt von 1,9 Weltmarktführern pro 100.000 Bürger.

Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Marion Ohoven, glaubt, dass eines der deutschen Erfolgsrezepte die gewachsenen Schwerpunkt-Industrien (Cluster) sind – beispielsweise bei den Autozulieferern. Sie seien Pfeiler einer erfolgreichen Internationalisierung. Viele Länder hätten sich aber auf den Finanz- und Dienstleistungssektor konzentriert und ihre industrielle Basis vernachlässigt.

Allein in Bundesländern wie Baden-Württemberg liege der Anteil der Industrie am Bruttoinlandsprodukt bei 30 Prozent, in Europa bei 15 Prozent, lobte der Mittelstandsbeauftragte der Europäischen Kommission, Daniel Calleja-Crespo: „Wir müssen Europa reindustrialisieren.“ Denn auf jeden Job in der Industrie kämen zwei bis drei Stellen im Dienstleistungssektor.

Die Exportstrategie deutscher Firmen könnte nach Auffassung der EU anderen Ländern als Beispiel dienen. Es sei wichtig, dass vor allem kleinere und mittelgroße Firmen in Europa Teil der weltweiten Wertschöpfungskette würden, sagte Calleja-Crespo der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Deutschland ist sehr erfolgreich in seiner Internationalisierungspolitik.“

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