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13.01.2011

10:14 Uhr

Holzverarbeiter

Gründerfamilie rückt immer weiter von Pfleiderer ab

Der Holzverarbeiter Pfleiderer steht mit dem Rücken an der Wand. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass sich die Gründerfamilie immer weiter aus dem Unternehmen zurückzieht.

Zwei Mitarbeiter von Pfleiderer an einer Laminat-Presse. dpa

Zwei Mitarbeiter von Pfleiderer an einer Laminat-Presse.

HB MÜNCHEN. Die Gründerfamilie des Holzverarbeiters Pfleiderer zieht sich mehr und mehr aus dem Unternehmen zurück. Die Holding von Hans Theodor Pfleiderer, die zuletzt gut sechs Prozent an dem kriselnden Unternehmen hielt, habe ihren Anteil am 11. Januar auf 2,57 Prozent reduziert, teilte die Oberpfälzer Firma mit.

Hans Theodor Pfleiderer sitzt seit dem vergangenen Jahr im Aufsichtsrat des Unternehmens - das derzeit an der Wand steht: Hohe Verluste und drückende Schulden setzen den Vorstand unter Druck. Dieser will bis Ende März ein ausführliches Konzept vorlegen, um das Unternehmen zu retten. Bis dahin haben sich die Banken bereiterklärt, auf Tilgungsbeträge zu verzichten und keine Kredite fällig zu stellen.

Die Familie Pfleiderer hatte Anfang Dezember den gemeinsamen Aktienpool, in dem bis dahin zehn Prozent der Anteilsscheine gebündelt waren, aufgelöst. Seither verwaltet jedes Mitglied seinen Bestand selbst. In Summe war seinerzeit die Beteiligung auf neun Prozent zurückgegangen. Kurz vor Weihnachten hatte bereits Vorstandschef Hans Overdiek Aktien auf den Markt geworfen und mit dem Signal den Börsenkurs belastet.

Am Donnerstag war das im SDax notierte Papier zeitweise für 2,28 Euro zu haben - vor gut einem Jahr hatte die Aktie fast das Dreifache gekostet.

Kommentare (1)

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Intimus

13.01.2011, 17:59 Uhr

Die inhaberfamilie hat leider schon seit ca. 10 Jahren "keine glückliche Hand" mehr. Was sich leider auch zeigt,ist, dass ein "Mischmasch" aus Familienbetrieb, angestelltem Top-Management und private Equity die allerschlechteste der Lösungen sein kann. Einer muß führen, der Persönlichkeit hat und mit ins volle Risiko geht. Das war bei Pfleiderer leider in keiner Weise gegeben.Flatterhafte Personalpolitik tut ihr Übriges. Schade für das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Demgegenüber ist der Hauptkonkurrent Kaindl über alle Maßen erfolgreich!

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