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15.02.2006

17:00 Uhr

Ich-AG

DIW warnt vor Reform von Gründer-Programmen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat vor Nachteilen bei einer Zusammenlegung der Förderprogramme für arbeitslose Existenzgründer gewarnt. Bei den Plänen der schwarz- roten Koalition würde das erfolgreiche Instrument des Überbrückungsgelds mit der Ich-AG zusammengelegt, deren langfristige Effekte noch unbekannt seien.

HB BERLIN. So sei bei der Ich-AG der Erfolg einer Gründung nach dem Auslaufen der Förderung noch nicht abzuschätzen. Beide Förderungen seien prinzipiell als erfolgreiche Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu sehen, erläutern die Forscher. Teilnehmer beider Programme hätten sechzehn Monate nach Beginn der Maßnahme eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit, arbeitslos gemeldet zu sein als nichtgeförderte Arbeitslose.

Dabei stellten Empfänger von Überbrückungsgeld eher Mitarbeiter ein. Anfang 2005 hatten demnach 30 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen einen oder mehrere Beschäftigte eingestellt. Nutzer von Ich-AG-Zuschüssen arbeiteten dagegen meist als Ein-Personen-Unternehmen, blieben aber länger in der Selbstständigkeit.

Check: Tipps für die Unternehmensgründung

Ich-AGs erhalten derzeit für drei Jahre Förderung. Sie beträgt im ersten Jahr 600 Euro pro Monat, im zweiten 360 Euro und im dritten Jahr 240 Euro. Überbrückungsgeld wird sechs Monate gezahlt und hängt von der Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes ab.

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