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25.01.2006

13:09 Uhr

IFRS

BDI: Neue Bilanzierungsregeln zu komplex und ungeeignet

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) fürchtet Probleme beim Mittelstand als Folge neuer internationale Bilanzierungsregeln. Die Unternehmen bräuchten einen eigenständigen Satz einfacher und praktikabler Rechnungslegungsstandards.

HB BERLIN. Die aktuellen Entwicklungen gäben Anlass zur Beunruhigung, sagten Klaus Bräunig von der BDI-Hauptgeschäftsführung und Sven Hayn vom Wirtschaftsberatungsunternehmen Ernst & Young. Sie bezogen sich auf Diskussionen im Rahmen der Regelungsinstitution International Accounting Standards Board (IASB) im Vorfeld von Beratungen Ende des Monats.

„Die Familienunternehmen im deutschen Mittelstand brauchen einen eigenständigen Satz einfacher und praktikabler Rechnungslegungsstandards“, forderte Bräunig. Der Kurs im IASB müsse sich entsprechend ändern. „Wir brauchen Standards, die auf die Informationsbedürfnisse der Jahresabschlussadressaten mittelständischer Unternehmen zugeschnitten sind.“

Hayn forderte, ein eigener internationaler Rechnungslegungsstandard für kleine und mittelgroße Unternehmen müsse wesentliche Erleichterungen gegenüber den geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) bringen. Für viele Mittelständler seien die IFRS-Regeln, die für kapitalmarktorientierte Firmen gelten und auf Konzernabschlüsse ausgerichtet sind, zu komplex und ungeeignet. Konkret seien viele Bewertungsregeln für den Mittelstand problematisch. Das gelte etwa für die Bewertung diverser Vermögenswerte und Schulden zum Zeitwert (fair value).

Bräunig forderte, mittelständische Unternehmen müssten in den IASB-Gremien stärker vertreten sein. Der IASB ist eine private, unabhängige Regelungsorganisation, die Vertreter aus neun Ländern umfasst. Ziel des IASB ist die Entwicklung von Rechnungslegungsstandards. Derzeit arbeitet sie an einem ersten Entwurf für neue Regelungen für kleine und mittlere Firmen.

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