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18.01.2007

12:00 Uhr

Immer mehr höherwertige Marktsegmente

China überholt Deutschland bei Elektrotechnikexporten

Chinas Exportwirtschaft boomt und fährt immer neue Rekorde ein. Nach vorläufigen Ergebnissen hat das "Reich der Mitte" 2006 den bisherigen Weltspitzenreiter Deutschland bei den Elektrotechnikausfuhren überholt.

bfai KÖLN. "Hohe Stückzahlen und geringe Margen - mit dieser Strategie haben sich die Chinesen vor allem bei technisch weniger anspruchsvollen Produkten innerhalb kurzer Zeit an die Weltspitze vorgearbeitet" sagt Dr. Gerd Herx, Direktor der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai). Exportschlager sind beispielsweise Batterien und elektrische Handwerkzeuge. China liefert aber auch immer mehr elektromedizinische Geräte und Systeme.

Am erfolgreichsten ist das Land bei Haushaltsgeräten, von denen schon im Jahr 2005 Waren im Wert von über 13 Mrd. US$ vor allem nach Japan, in die USA und nach Europa verkauft wurden. Dabei dürfte vielen Verbrauchern gar nicht klar sein, dass ihr Wasserkocher, Waffeleisen, Mikrowelle oder Kühlschrank aus China stammen. Denn auf den Produkten prangen oft die Namen westlicher Unternehmen.

Doch China gibt sich damit nicht zufrieden. "No-Name-Erzeugnisse oder Auftragsfertigung - das reicht vielen Unternehmen nicht mehr" betont der bfai-Direktor. "Sie versuchen, in höherwertige Marktsegmente vorzudringen und die eigene Marke global zu etablieren." Dafür investieren sie in die Weiterentwicklung ihrer Produkte, kaufen Technologien, leisten sich Designzentren in den USA oder Europa.

»  China-Test: Ist Ihr Unternehmen fit genug für ein Engagement im Reich der Mitte?

Unterstützung erhalten sie von der Regierung, die unter der Devise "Go Global" die Schaffung international konkurrenzfähiger Unternehmen mit eigenen weltbekannten Marken fordert. Für westliche Hersteller dürfte dies zunehmende Konkurrenz aus China auch im mittleren Preissegment bedeuten.

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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