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28.06.2012

11:56 Uhr

Investitionen

Ausländer schätzen den Standort Deutschland

VonSebastian Ertinger

Trotz Euro-Krise und weltweit gedämpfter Konjunkturaussichten: Deutschland gilt unter ausländischen Firmenlenkern als Top-Standort. Viele Unternehmen investieren hierzulande und planen, ihr Engagement auszubauen.

Chinesen im Schwabenland: Der Betonpumpenherstellers Putzmeister wurde von einem chinesischen Unternehmen Sany übernommen. Firmen aus dem Reich der Mitte investieren verstärkt in Deutschland. dpa

Chinesen im Schwabenland: Der Betonpumpenherstellers Putzmeister wurde von einem chinesischen Unternehmen Sany übernommen. Firmen aus dem Reich der Mitte investieren verstärkt in Deutschland.

DüsseldorfDeutschland wird von Unternehmen als der attraktivste Standort in Europa gesehen. Investoren schauen sich daher zunehmend nach Einstiegsmöglichkeiten um. Besonders mittelständische Unternehmen rücken vermehrt  ins Visier ausländischer Interessenten. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Studien.

So erreicht die Bundesrepublik bei einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young unter ausländischen Managern den sechsten Platz. Besser als Deutschland schätzen die Firmenlenker nur China, Indien, die USA, Russland und Brasilien ein. Die Schuldenkrise in Europa habe das Bild von Deutschland nicht beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil: Das Land hat sogar besser abgeschnitten als ein Jahr zuvor. Die Attraktivität wird noch weiter zunehmen, so das Ergebnis der Studie.

Besonders chinesische Investoren sind zunehmend an der Übernahme deutscher Firmen interessiert. Deutschland gelte in China als der mit Abstand attraktivste Investitionsstandort Europas, heißt es in einer weiteren Studie der Beratungsgesellschaft. „Die Kassen der chinesischen Unternehmen sind gut gefüllt“, erklärt Partner Alexander Kron.

Die Unternehmensberatung hat für die Studie Interviews mit chinesischen Managern von 400 Großunternehmen und mittelständischen Betrieben geführt. Deutschland rangiert bei Chinas Firmenlenkern immerhin auf Rang drei der weltweiten Top-Investitionsziele. Attraktiver sind nur China selbst und die USA.

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Die wachsende Begeisterung für deutsche Firmen macht sich schon in konkreten Zahlen bemerkbar. Einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge haben sich die chinesischen Direktinvestitionen in Deutschland zwischen 2004 und 2009 verdreifacht. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt Ernst & Young. Die Beratungsgesellschaft zählte 2011 45 Projekte aus der Volksrepublik - so viel wie in keinem anderen Land Europas.

Generell wuchs die Zahl ausländischer Direktinvestitionen in Deutschland im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 597. Die Zahl der dadurch geschaffenen Arbeitsplätze stieg um 43 Prozent auf knapp 17.600.

Das Außenbild steht jedoch im krassen Gegensatz zur Selbstwahrnehmung der Firmen. Bei deutschen Unternehmen schwindet die Zuversicht über die Geschäftsentwicklung dramatisch. Wegen der Schuldenkrise machen sich Deutsche Firmenlenker immer mehr Sorgen.

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Kommentare (1)

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28.06.2012, 12:09 Uhr

Vor allem unter ausländischen Herzüglern.... was hier nämlich Eurobonds genannt wird, gilt unter Einwanderern seit Jahrzehnten als Global-Bonds. Die deutschen Medien nennen es Kulturbereicherung.

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