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03.06.2015

13:30 Uhr

Investor Point Nine Capital

Start-ups winkt neuer Geldregen

VonAnja Müller

6Wunderkinder hat mit dem Verkauf an Microsoft vorgelegt. Jetzt können Start-ups auf mehr frisches Geld hoffen. Der Berliner Wagniskapitalgeber Point Nine Capital legt einen neuen, 55 Millionen Euro schweren Fonds auf.

Die jungen Unternehmen können nun auf noch mehr Finanzierung durch Wagniskapitalgeber hoffen. dpa

Start-up-Hochburg Berlin

Die jungen Unternehmen können nun auf noch mehr Finanzierung durch Wagniskapitalgeber hoffen.

DüsseldorfNoch ist nicht klar, wie viel Geld Microsoft auf den Tisch der 6 Wunderkinder legen wird. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ sollen es 100 bis 200 Millionen Dollar sein. Und seit Mittwoch verkündet die Wagniskapitalgesellschaft Point Nine Capital, dass sie mit ihrem dritten Fonds erneut 55 Millionen Euro in Start-ups investieren will. Allerdings will der Kapitalgeber mit Sitz in Berlin nicht nur in der deutschen Hauptstadt, sondern in ganz Europa und auch in Nordamerika nach spannenden Geschäftsideen suchen, erklärt Mitgründer Christoph Janz.

Mit dem dritten Fonds verwaltet Point Nine Capital nun insgesamt 100 Millionen Euro. Bislang investierte der 2011 von Christoph Janz und Pawel Chudzinski gegründete Frühphasen-Investor in mehrere Startups. darunter auch in die französische Buchungsplattform für Dienstleister StarOfService und dem Cloud-basierten Flottenmanagementsystem Automile aus Schweden. Zuvor investierten die Gründer von Point Nine Capital bereits in die Unternehmen Zendesk, Westwing, Delivery Hero, Vend, Clio, Kreditech und Fyber.

Der dritte Fonds der Wagniskapitalgeber soll in rund 40 Startups zwischen 100.000 Euro und 1 Million Euro investieren. Es gebe einfach nicht so viele Geldgeber, die hierzulande in den frühen Phasen investieren, erklärt Janz. „Wir investieren am Anfang in der Regel zwischen 500.000 Euro und einer Million, über die Lebenszeit eines Startups dann manchmal auch mehrere Millionen.“ In der vergangenen Woche hatte der Suchtechnologie-Spezialist Algolia 18 Millionen Dollar vom Risikokapitalgeber Accel in London bekommen, „da haben wir auch wieder mitgemacht“, ergänzt Janz.

Er beobachtet, dass die internationalen Investoren seit einiger Zeit immer genauer auf Berlin schauen. „Und der Exit von 6Wunderkinder könnte diese Entwicklung bekräftigen.“ Viele US-Risikokapitalgeber schauen aus den USA auf Deutschland und unterhalten auch in Berlin keine eigenen Niederlassungen, daher spiele Point Nine Capital, wie Janz beschreibt, schon mal die Rolle des Erstinvestors für die Amerikaner: „Wir haben gute Kontakte zu ihnen und investieren auch gemeinsam, wir haben aber keine exklusive Beziehung zu einem Kapitalgeber.“

Die wichtigsten Geldgeber für Point Nine Capital sind Horsley Bridge Partners, Sapphire Ventures, Flossbach von Storch und Vintage Investment Partners.

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