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23.04.2012

07:51 Uhr

IT-Mittelstandsindex

Anhaltende Dynamik im Frühjahr 2012

Quelle:techconsult

Die wirtschaftliche Lage des deutschen Mittelstandes startet mit positiven Impulsen in das Frühjahr. Das Umsatzniveau der mittelständischen Unternehmen zog im März im Vergleich zum Vormonat weiterhin an.

Die Aussichten für das kommende Quartal bleiben optimistisch, wenn auch im Vergleich zum Februar etwas abgeschwächter, was die Umsatzerwartungen betrifft. Die Nachfrage nach Informations- und Kommunikations-Technologie (IT/TK) blieb gegenüber Februar weitgehend konstant. Was die Prognose für die IT/TK Ausgaben betrifft, so blickt der Mittelstand investitionsfreudig auf die kommenden drei Monate.

Der deutsche Mittelstand beendete das erste Quartal mit einem umsatzstarken Monat. Die wirtschaftliche Dynamik legte im März erneut deutlich zu. Der Indikator des realisierten Umsatzes stieg im März gegenüber dem Vormonat um neun Zähler auf 125 Punkte. Die Unternehmen mit gestiegenen Ein-nahmen waren somit gegenüber denen mit rückläufigen Umsätzen deutlich in der Überzahl. Hinsichtlich der Aussichten für das Frühjahr ist die Euphorie des Vormonats etwas gedämpft. Der Index der wirtschaftlichen Erwartungen fiel um zehn auf 129 Punkte zurück, dennoch beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung den Erwartungsindex sehr positiv, das hohe Niveau deutet darauf hin, dass eine deutliche Mehrheit an mittelständischen Unternehmen und Organisationen steigende Umsätze für die kommenden drei Monate prognostiziert.

Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, dass das Niveau von 2011 nicht ganz er-reicht wurde, der Lage-Index der realisierten Umsätze liegt sieben Punkte un-ter dem Wert vom März 2011. Auch die Zukunftsaussichten reichen nicht ganz an das Vorjahresniveau heran und bleiben vier Zähler hinter dem Wert des Vormonats zurück.

Der Blick auf die Branchen lässt erkennen, dass im März in erster Linie die Dienstleiter und die Industrieunternehmen die umsatzstärksten Branchen waren und den Index nach oben schraubten. Öffentliche Verwaltungen, Handel und das Finanzgewerbe blieben mit ihrer Performance etwas hinter dem Durchschnittswert zurück. In den Versorgungsunternehmen konnten sich die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen gegenüber denen mit rückläufigen Umsätzen nicht durchsetzen.

Für die kommenden drei Monate rechnen alle gewerblichen Wirtschaftszweige mit einem deutlichen Umsatzplus, allen voran Handel und Industrie. Lediglich die Versorgungsunternehmen bleiben hinter dem Durchschnitt zurück. Hier werden sich voraussichtlich die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen gegenüber denen mit rückläufigen Umsätzen nicht durchsetzen können und in der Minderheit sein.

Im März waren geringfügig weniger Unternehmen geneigt, in Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) zu investieren als im Februar. Der Index der realisierten Ausgaben fiel um einen Zähler auf 110 Punkte. Die Ausgabenplanungen für die nächsten drei Monate sind deutlich optimistischer, der entsprechende Index stieg um vier Zähler und liegt derzeit bei 124 Punkten. Der aktuelle Indikator unterstreicht damit, dass die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen für die kommenden drei Monate expandierende IT/TK-Investitionen planen.

Der Jahresvergleich weist eine höhere Investitionsneigung als 2011 aus. Der Indikator liegt im Vergleich zum März des Vorjahres vier Punkte über dem Vorjahreswert. Die Ausgabenplanungen bleiben mit einem Minus von sechs Punkten hinter dem Index vom März 2011 zurück.

Bis auf die Industrie tätigten im März alle Wirtschaftszweige überwiegend steigende IT-/TK-Ausgaben. Deutliche Treiber der Nachfrage nach ITK-Produkten und –Lösungen waren in erster Linie die Versorgungsunternehmen und das Finanzgewerbe. In der Industrie hielten sich Unternehmen mit steigenden und rückläufigen IT/TK-Ausgaben die Waage. Für die nächsten drei Monate rechnen wieder alle Branchen mit steigenden IT-/TK-Budgets. Dabei heben sich das Finanzgewerbe und die Öffentlichen Verwaltungen mit überdurchschnittlich hohen Indikatoren besonders hervor. Der Handel bleibt dagegen mit seinen Erwartungen hinter dem Durchschnitt zurück.

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