Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.11.2011

10:58 Uhr

IT-Mittelstandsindex

Gedämpftes Wachstum im Oktober

Quelle:techconsult

Die starke Wachstumsdynamik des Vormonats konnte im Oktober nicht gehalten werden. Die mittelgroßen Unternehmen und Organisationen in Deutschland bekamen im Oktober eine abgebremste Dynamik ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zu spüren.

KASSEL.Auch die wirtschaftlichen Perspektiven haben sich deutlich eingetrübt. Die Nachfrage nach Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) zog dagegen spürbar an. Auch die Ausgabenplanungen für die nächsten drei Monate deuten auf Investitionslaune hin.

Nach dem kräftigen Wachstumsschub am Ende des dritten Quartals ließ im Oktober die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung der mittelständischen Unternehmen in Deutschland spürbar nach. Der Index der realisierten Umsätze sank gegenüber dem Vormonat um zehn auf 112 Punkte. Die Firmen mit gestiegenen Umsätzen sind nicht mehr so deutlich in der Mehrheit wie im Monat zuvor. Parallel wurden auch die wirtschaftlichen Erwartungen an die nächsten drei Monate zurückgeschraubt. Mit einem Minus von 19 Punkten haben sich die  Perspektiven deutlich eingetrübt. Der Erwartungsindex von 113 Punkten zeigt, dass voraussichtlich noch immer die Unternehmen mit steigenden Umsatzerwartungen überwiegen werden, es sind jedoch deutliche weniger Unternehmen als noch einen Monat zuvor.

Im Jahresvergleich konnte das Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreicht werden. Der aktuelle Lageindex liegt 14 Punkte unter dem Wert vom Oktober 2010. Auch die wirtschaftlichen Perspektiven betreffend, bleibt der Index deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurück. Gegenüber Oktober 2010 beträgt das Minus 9 Punkte.

Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung waren im Oktober das Finanzgewerbe mit einem Index von 150 Punkten sowie das Dienstleistungsgewerbe, mit einem Lageindex von 124 Punkten. Wenig zufrieden dürfte der Handel sein, hier erreichte der Index nur 94 Zähler. Zum zweiten Mal in Folge sind damit die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen deutlich in der Minderheit. Während sich die Industrie im Gesamtdurchschnitt bewegte, war in den Öffentlichen Verwaltungen und bei den Versorgern mit einem Indikator von 100 Punkten das Verhältnis zwischen Unternehmen mit gestiegenen und rückläufigen Umsätzen ausgewogen.

Alle gewerblichen Branchen blicken zuversichtlich auf den Jahreswechsel und rechnen mit steigenden Umsätzen. Überaus stark heben sich dabei das Kredit- und Versicherungsgewerbe sowie der Handel hervor, dieser hofft auf ein starkes Jahresendgeschäft und lässt den Erwartungsindex auf 138 Punkte steigen. Industrie und Versorger liegen mit ihren Prognosen für die kommenden drei Monate im Gesamtdurchschnitt. Industrie und Dienstleistungsunternehmen bleiben hinter dem Durchschnitt zurück.

Im Oktober waren deutlich mehr Unternehmen geneigt, in Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) zu investieren als im September. Der Index der realisierten Ausgaben stieg um sechs Zähler auf 120 Punkte. Auch die Ausgabenplanungen für die nächsten drei Monate sind recht vielversprechend, der entsprechende Index stieg um vier Zähler auf insgesamt 117 Punkte an. Er zeigt, dass die Unternehmen mit positiven Investitionsabsichten weiterhin deutlich dominieren werden.

Der Jahresvergleich weist eine deutlich höhere Investitionsneigung als 2010 aus. Der Lageindex der IT-/TK-Ausgaben liegt im Vergleich zum Oktober 2010 fünf Punkte höher. Die Ausgabenplanungen zeigen sich nahezu niveaugleich und liegen nur einen Punkt hinter dem Vorjahreswert. 

Alle Wirtschaftszweige tätigten im Oktober überwiegend steigende IT-/TK-Ausgaben. Deutlicher Treiber der Nachfrage nach ITK-Produkten und –Lösungen waren die Versorger und das Finanzgewerbe. Bis auf den Handel, dessen Index unter dem Durchschnittswert lag, lagen alle übrigen Segmente im Marktdurchschnitt.

Für die nächsten drei Monate kündigen alle Branchen steigende Hightech-Investitionen an. Als Vorreiter kristallisieren sich dabei die Versorger und die Industrie heraus. Die Ausgabenplanungen der übrigen Wirtschaftszweige – Handel, Dienstleister und Finanzgewerbe - bewegen sich im Durchschnitt. Marginal hinter dem Durchschnitt liegt der Non-Profit Sektor.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×