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07.04.2006

11:39 Uhr

Januar-Zahlen

Weniger Firmen gehen pleite

Der Rückgang der Insolvenzen bei Unternehmen hat sich zum Start ins Jahr fortgesetzt. Dafür hat sich auch ein weitere Trend bestätigt: Dass immer mehr Privatleute pleite gehen.

rtr BERLIN. Im Januar meldeten die Gerichte nur noch 2 588 Firmeninsolvenzen – 8,4 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Ebenfalls zurückgegangen sei die absolute Höhe der Forderungen von Gläubigern. Inzwischen gingen eher kleinere Betriebe Pleite, die mit einer geringeren wirtschaftlichen Bedeutung in der Regel auch weniger Schulden hätten, erklärten die Statistiker.

Weiter rasant nimmt dagegen die Zahl der Verbraucherinsolvenzen zu. Ihre Zahl wuchs im Vergleich zum Januar 2005 um 55,5 Prozent auf 7 028. Grund sind nach Angaben der Statistiker die Gesetzesänderungen der letzten Jahre. Seitdem 2002 die Stundung von Verfahrenskosten möglich ist, sei die Zahl der privaten Insolvenzen sprunghaft angestiegen. Diese Kosten hätten den Schuldnern vorher den Gang vor ein Insolvenzgericht erschwert. Um bei den Verbraucherinsolvenzen eine Trendwende einzuläuten, hält die Wirtschaftsauskunftei Creditreform ein Wirtschaftswachstum vom mehr als 2 Prozent für nötig.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger wurden von den Gerichten für Januar 2006 mit 2,7 Mrd. Euro angegeben. Das entspreche einem Rückgang von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Etwa die Hälfte der Forderungen betraf Unternehmen.

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