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02.01.2012

09:51 Uhr

Johann Friedrich Vaillant

Vom Kupferschmied zum Ofenmeister

Aus Badezimmern und Heizräumen ist der Name Vaillant fast nicht wegzudenken. Johann Friedrich Vaillant legte 1874 den Grundstein für das erfolgreiche Familienunternehmen.

Johann Friedrich Vaillant formt aus seiner Kupferschmiede ein international tätiges Unternehmen. Pressebild

Johann Friedrich Vaillant formt aus seiner Kupferschmiede ein international tätiges Unternehmen.

• Johann Friedrich Vaillant wird am 27. April 1851 in Kaiserswerth – heute ein Stadtteil von Düsseldorf – als zehntes Kind des Schneidermeisters Franz Theodor Vaillant und dessen Ehefrau Maria geboren.

• Vaillant schließt die Volksschule ab und beginnt am 1. Mai 1865 eine Lehre bei einem Kupferschmied in Werden an der Ruhr. Vier Jahre später erhält er seinen Gesellenbrief. Danach geht er auf Wanderschaft und arbeitet in verschiedenen Betrieben im Rheinland.

• Am 1. August 1874 lässt sich Vaillant als Kupferschmied und Pumpenmacher in der Oberen Alleestraße in Remscheid nieder. Zunächst vertrieb er unter anderem Gaslampen, später Badeeinrichtungen. Zwei Jahre nach der Betriebsgründung heiratet er die Remscheiderin Augusta Röttger, mit der er 16 Kinder bekommt.

• 1886 baut Vaillant sein erstes Fabrikgebäude. Das Unternehmen wächst: Zehn Jahre später beschäftigt er neben seinen Söhnen Franz und Karl einen Büroangestellten, einen Werkmeister und etwa 20 Arbeiter.

• Auch als Erfinder macht sich Vaillant einen Namen. Unter anderem erfindet und produziert er einen neuartigen Gasbadeofen, für den er 1894 ein Patent anmeldet. Im Inneren des Ofens wird Wasser indirekt erwärmt. Das ist neu: Die bis dato genutzten Öfen beheizten Wasser direkt, so dass es durch Ruß verunreinigt werden konnte.

• Vaillants Ziel ist es, komplette Badeinrichtungen anbieten zu können. Ende des 19. Jahrhunderts verfügt das Unternehmen über eine umfassende Produktpalette, die von Badewannen über Armaturen und temperierbare Brausen bishin zum Kerngeschäft mit Badeöfen und Zimmerheizungen in unterschiedlichsten Ausführungen und für verschiedene Energieträger reicht.

• Vaillant expandiert früh, zunächst in Städte wie Duisburg, Oberhausen und Köln, später auch ins Ausland etwa nach Dänemark und in die Niederlande. Anfang des 20. Jahrhunderts folgen weiter entfernte Länder wie Russland, Schweden und Finnland.

• Johann Vaillant stirbt am 11. März 1920 im Alter von 68 Jahren. Seine Söhne Franz und Karl folgen ihm als Unternehmensleiter nach.

Von

koe

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