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27.05.2012

17:29 Uhr

Kajakmanufaktur Prijon

Zusammenhalt zählt mehr als Wachstum

VonJoachim Hofer

Der Rosenheimer Familienbetrieb Prijon baut Kajaks - und legt dabei Wert auf gute Qualität und ein harmonisches Arbeitsklima. Das kommt auch bei den Kunden sehr gut an.

Firmenchef Toni Prijon mit Kajaks aus eigener Herstellung: Über 3000 Stück wurden im Winter gefertigt. Imago

Firmenchef Toni Prijon mit Kajaks aus eigener Herstellung: Über 3000 Stück wurden im Winter gefertigt.

RosenheimFreitagmittag, kurz vor zwölf. In der Kajakmanufaktur Prijon legen die Mitarbeiter die Schraubenzieher zur Seite, schälen sich aus dem Blaumann und ziehen dafür kurze Hosen und T-Shirts an. Gleich geht es los zum Joggen mit Firmenchef Toni Prijon.

Ein gutes Betriebsklima ist dem 50-jährigen Unternehmer wichtig. Sport gehört dazu, aber auch ordentliche Arbeitsbedingungen. „Bei uns gibt es keinen Akkord“, sagt Prijon. So schaffen die Leute in der Montage mal drei Kajaks an einem Tag, mal sind es nur zwei. Auf dem verschachtelten Werksgelände an der Innlände in Rosenheim geht es nicht um Produktionsrekorde. „Viel wichtiger als zu wachsen ist es für uns, die Qualität immer weiter zu optimieren“, sagt der ehemalige Kajakweltmeister Prijon.

Dessen Vater Toni Prijon Senior hat den Betrieb vor 50 Jahren gegründet. Kurz zuvor war er aus Italien nach Oberbayern gekommen. Schon 1958 wurde er Deutscher Meister im Wildwasser, ein Jahr später sogar Weltmeister. Seit 1994 leitet nun Toni Prijon Junior die Kajakmanufaktur. Der sportliche Kunststoffingenieur beschäftigt 35 Mitarbeiter und erzielt fünf Millionen Euro Umsatz.

Die Boote aus dem bayerischen Voralpenland sind in der Kajakszene begehrt: Sie sind mit Preisen zwischen 900 und 2000 Euro zwar nicht billig, aber qualitativ hochwertig. „Unsere Kajaks sollen im Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen“, erläutert Prijon sein Konzept.

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