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26.01.2012

11:37 Uhr

Kekshersteller

Teure Rohstoffe machen Bahlsen zu schaffen

Kekshersteller Bahlsen erwägt Preiserhöhungen für seine Produkte. Wichtige Rohstoffe wie Zucker sind erheblich teurer geworden. Trotz schwarzer Zahlen ist Firmenchef Martin Bahlsen mit den Zahlen nicht zufrieden.

Eine Palette mit Leibniz-Butterkeksen wird im Bahlsen-Werk. picture-alliance

Eine Palette mit Leibniz-Butterkeksen wird im Bahlsen-Werk.

HannoverDer Kekshersteller Bahlsen hat an den teilweise drastischen Preissteigerungen bei Rohstoffen zu knabbern. Auch Kostensenkungen und Preiserhöhungen von mehr als fünf Prozent hätten dies nicht auffangen können, sagte Firmenchef Werner Michael Bahlsen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Da in diesem Jahr mit weiteren Belastungen in zweistelliger Millionenhöhe gerechnet werde, würden erneute Preiserhöhungen geprüft. Bahlsen verwies vor allem auf den Zuckerpreis, der sich in den vergangenen Monaten nahezu verdoppelt habe.

Genaue Angaben zum Gewinn macht das niedersächsische Unternehmen mit den Marken Bahlsen, Leibniz und Brandt nicht. „Wir schreiben schwarze Zahlen, aber mit den Ergebnis können wir nicht zufrieden sein“, sagte Bahlsen der Zeitung. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr um drei Prozent auf insgesamt 517 Millionen Euro gestiegen.

In Deutschland war der Zuwachs mit zwei Prozent auf 327 Millionen Euro etwas schwächer. Hier machte sich besonders die Konkurrenz durch den Lebensmittelriesen Kraft mit seinen neuen Milka-Keksen bemerkbar. Der Firmenchef kündigte für die Stammmarke Bahlsen in diesem Jahr neue Produkte an, die vor allem jüngere Kunden ansprechen sollen.

In Köln beginnt an diesem Sonntag die Internationale Süßwarenmesse. Auf der Fachmesse zeigen rund 1400 Aussteller aus 65 Ländern ihre Neuheiten. Die Branche hat bereits höhere Preise für Süßigkeiten angekündigt. Als Grund wurden auch hier vor allem die gestiegenen Preise für Zucker genannt. Aber auch Mehl, Mandeln oder Haselnüsse sind nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) teurer geworden.

Von

dpa

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