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22.01.2014

16:45 Uhr

Konjunktur

Firmenpleiten gehen erneut zurück

Die Schäden durch Insolvenzen in Deutschland gingen auch 2013 in die Milliarden, betroffen waren knapp 150.000 Mitarbeiter. Dennoch: Insgesamt wurden weniger Firmen zahlungsunfähig als zuvor.

Auch wenn die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland zurückgegangen ist, sind die Schäden aus den Insolvenzen ernorm. dpa

Auch wenn die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland zurückgegangen ist, sind die Schäden aus den Insolvenzen ernorm.

HamburgDie Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist nach einer Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Bürgel im vergangenen Jahr erneut deutlich zurückgegangen. Insgesamt wurden 2013 rund 26.700 Unternehmen zahlungsunfähig. Das seien 9,7 Prozent weniger als im Vorjahr, teilte Bürgel am Mittwoch in Hamburg mit.

Die Zahl sei damit zum vierten Mal in Folge rückläufig und die niedrigste innerhalb des betrachteten Zeitraums seit 2004. Grund für die insgesamt gute Entwicklung sei die stabile Konjunktur mit einer starken Binnennachfrage, sagte Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin. Auch für 2014 rechnet Bürgel mit einem weiteren Rückgang der Zahl der Firmeninsolvenzen. Laut Prognose könnte sie bei 26.200 liegen.

Nach wie vor seien die Schäden aus den Insolvenzen aber enorm - die Wirtschaftsauskunftei bezifferte sie für das vergangene Jahr auf rund 26,5 Milliarden Euro. Knapp 150.000 Mitarbeiter seien von Pleiten betroffen gewesen. Gefährdet waren demnach vor allem junge Unternehmen. Mehr als ein Viertel der Pleiten 2013 ging auf das Konto von Firmen, die zuvor erst bis zu zwei Jahre am Markt gewesen waren. Überdurchschnittlich oft traf es zudem die Speditions- und Logistikbranche, die Druckindustrie, den Versand- und Internethandel, die Solarbranche und das Baugewerbe.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Hauptursache für Pleiten sind laut Bürgel immer noch ausbleibende Aufträge sowie ihre Stornierung und Verschiebung. Probleme könnte 2014 zudem die Umstellung auf das Zahlungssystem Sepa bringen. Vielen Firmen sei noch nicht bewusst, dass sie kein Geld mehr mit dem alten Verfahren einziehen könnten.

Von

dpa

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