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21.08.2012

16:36 Uhr

Küchenbauer in der Krise

Alno-Aktionäre wenden die Insolvenz vorerst ab

Fast alle Aktionäre des Küchenbauers stimmten bei der Hauptversammlung für das ausgehandelte Rettungsprogramm. So ist die drohende Insolvenz abgewendet. Jedenfalls vorerst - denn eine Anfechtungsklage könnte folgen.

Fahnen vor dem Alno Werk. dpa

Fahnen vor dem Alno Werk.

PfullendorfDie Aktionäre des kriselnden Küchenbauers Alno haben grünes Licht für das dringend benötigte Sanierungskonzept gegeben. Es soll den Konzern vor der drohenden Insolvenz retten. 99,6 Prozent der Aktionäre stimmten am Dienstag bei der Hauptversammlung im oberschwäbischen Pfullendorf für das Konzept, das der Vorstand mit Hauptaktionären, Banken und Lieferanten ausgehandelt hatte.

Investoren werden nun durch eine massive Kapitalerhöhung mehr als 46 Millionen Euro frisches Geld in das klamme Unternehmen schießen. Sollten sich dafür auf dem freien Markt nicht genügend Investoren finden, kauft der Großaktionär IRE, eine Tochter des Hausgeräteherstellers Bauknecht, sämtliche übriggebliebenen Aktien.

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Stimmen die Aktionäre noch einem Hilfspaket zu, ist die Insolvenz vorerst abgewendet.

Außerdem erlassen Banken Kredite in Höhe von knapp 11 Millionen Euro, und Geschäftspartner lassen Alno mehr Zeit, um Forderungen von bis zu 62 Millionen Euro zu begleichen. Damit kann Alno nach Einschätzung des Vorstands seine Finanzierung bis 2015 sichern.

Allerdings hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC davor gewarnt, dass Aktionäre die Umsetzung des Rettungspakets durch eine Anfechtungsklage noch gefährden konnten.

Von

dpa

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