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12.05.2011

16:31 Uhr

Küchenmöbelhersteller

Alno zieht von Düsseldorf zurück nach Schwaben

Der Küchenmöbelhersteller Alno will sein altes Stammwerk in Oberschwaben stärken und macht seinen Umzug nach Düsseldorf rückgängig. Der einstige Marktführer kämpft seit Jahren gegen rote Zahlen.

Der Küchenmöbelhersteller Alno will seinen Umzug von Pfullendorf in Baden-Württemberg nach Düsseldorf rückgängig machen. Quelle: dpa

Der Küchenmöbelhersteller Alno will seinen Umzug von Pfullendorf in Baden-Württemberg nach Düsseldorf rückgängig machen.

PfullendorfDer Küchenmöbelhersteller Alno will seinen Umzug von Pfullendorf in Baden-Württemberg nach Düsseldorf rückgängig machen. Das alte Stammwerk in Oberschwaben solle gestärkt werden. „Wir haben Düsseldorf zugemacht, das machte keinen Sinn“, sagte der vor fünf Wochen ins Amt gekommene Vorstandschef Max Müller dem „Südkurier“ (Donnerstag). Er habe sein Büro schon wieder in Pfullendorf eingerichtet. Auch der massive Arbeitsplatzabbau im alten Stammwerk ist dem Bericht zufolge gestoppt.

Aus dem Unternehmen, in dem Müller nach eigenen Angaben die Pressestelle ersatzlos aufgelöst hat, war dazu zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Müllers Vorgänger Jörg Deisel hatte Anfang 2010 in Pfullendorf einen massiven Personalabbau eingeleitet und die Konzernzentrale nach mehr als 50 Jahren aus Oberschwaben in die Rheinmetropole verlegt. Dadurch wollte Alno näher an den wichtigen Finanzmärkten sein. Auch die Serienproduktion sollte in Pfullendorf geschlossen, 450 Arbeitsplätze sollten abgebaut werden. Den Plänen zufolge wären von den einstmals gut 2000 Mitarbeitern in Oberschwaben nur noch wenige übriggeblieben, um hochwertige Maß-Küchen herzustellen.

Laut „Südkurier“ hat Müller die Stellenstreichungen in Pfullendorf nun gestoppt. Ende 2010 hatte Alno bekanntgegeben, dass von den geplanten 450 zu streichenden Stellen schon 150 abgebaut seien.

Alno hatte 2009 mit rund 1900 Mitarbeitern einen Umsatz von 493 Millionen Euro erzielt. Unterm Strich fuhr das Unternehmen einen Verlust von 22,6 Millionen Euro ein. Für 2010 wurden bislang keine Zahlen veröffentlicht.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

12.05.2011, 17:23 Uhr

Oh ,Oh , aber dort regieren doch die wirtschaftsfeinlichen Grünen :-) .

Das passt aber nun gar nicht in die Argumentation der schwraz-geld Regierung.

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