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02.05.2013

18:08 Uhr

Leuchtenhersteller

Hess will weg von der Börse

Sollte das Unternehmen noch fortgeführt werden, wird es nicht mehr börsennotiert sein – zu gering ist der Wert der Papiere. Schon seit Anfang März werden Hess-Aktien nicht mehr gehandelt.

Ein Gabelstapler vor einer Hess-Werkshalle in Villingen-Schwenningen: Das Unternehmen soll von der Börse genommen werden. dpa

Ein Gabelstapler vor einer Hess-Werkshalle in Villingen-Schwenningen: Das Unternehmen soll von der Börse genommen werden.

Villingen-SchwenningenDer insolvente Leuchtenhersteller Hess will sich von der Börse zurückziehen. Ein Handel mit Hess-Aktien habe keine Zukunft, die Papiere sollten daher vom Markt genommen werden, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Sollte das Unternehmen fortgeführt werden, dann nicht börsennotiert.

Wegen der Insolvenz und der Negativ-Schlagzeilen um das Unternehmen war der Aktienwert zuletzt rapide gesunken. Der Handel mit Hess-Aktien war Anfang März ausgesetzt worden, wenige Wochen später war das Grundkapital aufgebraucht.

Die größten deutschen Firmenpleiten

Platz 16

Schlott

Druckerei/1480 Beschäftigte

(Quelle: Statista)

Platz 15

Hansa

Pflegeheim/1600 Mitarbeiter

Platz 14

Mäc Geiz

Discounter/1600 Mitarbeiter

Platz 13

Sellner

Autozulieferer/1600 Mitarbeiter

Platz 12

Escada

Modekonzern/2200 Mitarbeiter

Platz 11

Q-Cells

Solarindustrie/2300 Mitarbeiter

Platz 10

Schiesser

Textilhersteller/2300 Mitarbeiter

Platz 9

Edscha

Autozulieferer/2300 Mitarbeiter

Platz 8

Wadan-Werften

Schiffsbau/2400 Mitarbeiter

Platz 7

Honsel

Autozulieferer/3000 Mitarbeiter

Platz 6

Karmann

Autozulieferer/3400 Mitarbeiter

Platz 5

Quimonda

Chiphersteller/4600 Mitarbeiter

Platz 4

Manroland

Maschinenbauer/6500 Mitarbeiter

Platz 3

Woolworth

Kaufhaus/9300 Mitarbeiter

Platz 2

Schlecker

Drogeriekette/25.000 Mitarbeiter

Platz 1

Arcandor

Handel und Touristik/52.000 Mitarbeiter

Das Familienunternehmen war erst im Oktober 2012 an die Börse gegangen. Anfang des Jahres waren die beiden Vorstände Christoph Hess und Peter Ziegler entlassen worden. Ihnen wird vorgeworfen, Bilanzen für die Jahre 2011 und 2012 gefälscht zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie sowie weitere Verdächtige.

Am Donnerstag wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Um die Firma zu retten, hatte Insolvenzverwalter Volker Grub einen Personalabbau angekündigt. Der Standort Löbau mit knapp 100 Mitarbeitern steht ganz auf der Kippe. Villingen-Schwenningen mit rund 140 Mitarbeitern soll gerettet werden. Gespräche mit Investoren laufen, so Grub.

Von

dpa

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