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10.05.2012

13:46 Uhr

Mehr Jobs & Investitionen

Familienunternehmen trotzen der Krise

Von der verschärften Eurokrise lassen sich deutsche Familienunternehmen offenbar nicht aus dem Takt bringen: Sie wollen mehr Personal einstellen und ihre Investitionen hochfahren.

Ein Mitarbeiter der Firma Voith Turbo montiert einen Schiffsantrieb - Vier von zehn Firmen wollen Jobs schaffen. dpa

Ein Mitarbeiter der Firma Voith Turbo montiert einen Schiffsantrieb - Vier von zehn Firmen wollen Jobs schaffen.

BerlinDie Familienunternehmen in Deutschland wollen mehr Personal einstellen und ihre Investitionen hochfahren. Über 40 Prozent der Firmen planen 2012 den Aufbau von Jobs und gut jede zweite will mehr investieren, wie am Donnerstag aus einer Umfrage der Deutschen Bank und des Industrieverbands BDI unter rund 400 der 4400 größten Familienunternehmen hervorgeht. Unter den Industriebetrieben seien fast 60 Prozent bereit, zu modernisieren und ihre Kapazitäten auszuweiten.

Von der Verschärfung der Staatsschuldenkrise lassen sich die meisten Firmen nicht aus dem Takt bringen. Zwei Drittel der Familienunternehmen bewerten die Geschäftsaussichten für die nächsten zwölf Monate als "gut" oder "sehr gut", nur rund fünf Prozent als "schlecht". Ebenfalls zwei Drittel peilen für 2012 steigende Umsätze an, ein Drittel setzt auf ein Exportplus.

Für viele Familienunternehmer hat die sogenannte Innenfinanzierung einen hohen Stellenwert. "Für neun von zehn Firmen ist die Finanzierung aus dem laufenden Cashflow die wichtigste Finanzierungsquelle", heißt es in der Studie. Der Bankkredit (45,3 Prozent) bleibt nach wie vor das wichtigste externe Finanzierungsmittel. Alternative Instrumente wie Beteiligungskapital (8,2 Prozent), Kapitalmarktinstrumente (6,1 Prozent) oder Mezzanine-Kapital (5,1 Prozent) spielte laut Umfrage nur eine untergeordnete Rolle. Viele mittelständische Unternehmen wollen Herr im eigenen Haus bleiben und sind deshalb skeptisch gegenüber externen Investoren.

"Durch eine breite Finanzierungsstruktur verschaffen sich Familienunternehmen eine größere Stabilität bei der Finanzierung", sagte Deutsche-Bank-Vorstand Jürgen Fitschen. "So können sie steigende Investitionen im In- und Ausland und damit Wachstum finanzieren."

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Hermann.12

10.05.2012, 13:43 Uhr

Die Entwicklung gibt den Famalienunternhemn Recht, ein breite Finanzierungsstruktur mag fianztheoretisch anstrebbar erscheinen, der Nachteil ist aber, dass man sich damit zu viel Fremdenfluss ins Haus holt. Und das führt über kurz oder lang automatisch zu Interressenkonflikten, die das Unternehmen schädigen.
Das sit deutlich an Deutschlands Konzernen zu sehen, die ohne politische Begünstigung kaum noch exisitieren könnten.

H.

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