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11.01.2007

13:06 Uhr

Möbelbranche optimistisch

Cor stattet Aida-Schiffe aus

VonIngo Reich

Die deutsche Möbelindustrie ist im vergangenen Jahr wieder auf einen soliden Wachstumskurs eingeschwenkt. Mit „gut fünf Prozent“ Umsatzzuwachs rechnet Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), wenn das Statistische Bundesamt die Zahlen für das komplette abgelaufene Jahr im März vorstellen wird.

Der Umsatz der deutschen Möbelindustrie von 1998 bis 2006

Der Umsatz der deutschen Möbelindustrie von 1998 bis 2006

DÜSSELDORF. Auch bei den Erwartungen für das Jahr 2007 bleibt Klaas optimistisch. „Die Mehrwertsteuererhöhung wird nur eine geringfügige Delle hinterlassen, die sich auf das Gesamtjahr insgesamt wahrscheinlich nicht negativ auswirken wird“, sagte Klaas mit Blick auf die weltgrößte Möbelmesse „Imm Cologne“, die vom 15. bis zum 21. Januar in Köln stattfinden wird, dem Handelsblatt. Die Ausgabebereitschaft der Verbraucher steige weiterhin, ist der Verbandschef überzeugt, nachdem auch der Inlandsumsatz im vergangenen Jahr wieder leicht – um 1,5 Prozent – zulegte. Wachstumsmotor bleibt der Export, der in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres um fast 16 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro zunahm.

Eine dem Trend entsprechende gestiegene Auslands- als auch Inlandsnachfrage verzeichnen die beiden ostwestfälischen Möbelhersteller Cor und Interlübke, die jetzt gemeinsam von Leo Lübke geführt werden. Nach dem Tod seines Vaters Helmut, der im Oktober 2006 auf einer Bergtour zum Kilimandscharo im Alter von 70 Jahren ums Leben kam, hat der langjährige Cor-Geschäftsführer auch die Leitung des traditionsreichen Interlübke-Stammhauses in Rheda-Wiedenbrück übernommen.

„Auch ohne den Tod meines Vaters hätte ich über kurz oder lang die Geschäftsführung beider Unternehmen übernommen“, sagt der 43-Jährige. Zudem sind die Firmen durch eine Überkreuz-Beteiligung miteinander verbunden. Vater und Sohn hatten die Möbelhersteller in enger Abstimmung – nach Lübkes Worten „wie Brüderchen und Schwesterchen“ – geführt.

Dabei sind sie sich aber nie ins Gehege gekommen, weil „Cor“ als Polstermöbel- und „Interlübke“ als klassischer Regal- und Schrankhersteller auf unterschiedliche Zulieferer zurückgreifen und verschiedene Zielgruppen im Visier haben. Die Übereinstimmung besteht vor allem in dem bedingungslosem Bekenntnis zu Qualität und herausragendem Design.

Nach der durch das Schicksal erzwungenen Konzentration der Führung beider Unternehmen in den Händen von Leo Lübke wird jetzt zumindest der Einkauf zusammengelegt. „Einsparungsmöglichkeiten sehe ich vor allem im kaufmännischen Bereich“, sagt Lübke.

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