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20.11.2011

10:00 Uhr

Nachfolger gesucht

Die Unternehmensübergabe als Herausforderung

VonAndreas Rasner

Viele Unternehmer beschäftigen sich mit der Frage nach einem Nachfolger zu spät. Dabei ist gerade der Zeitfaktor bei der Suche entscheidend. Denn falls sich in der Familie kein Kandidat findet, wird es schwierig.

Findet sich in der Familie oder im Betrieb kein geeigneter Nachfolger, muss ein Kandidat von außen gesucht werden. dapd

Findet sich in der Familie oder im Betrieb kein geeigneter Nachfolger, muss ein Kandidat von außen gesucht werden.

FrankfurtDie Übergabe eines Unternehmens an einen geeigneten Nachfolger ist eine der größten Herausforderungen für viele Unternehmer. Denn es geht um weit mehr als um die Suche nach einem neuen Chef: Schließlich soll das Unternehmen, dessen Geschicke man selbst über lange Jahre lenkte, in gute, vertrauensvolle Hände gegeben werden. Von der Entscheidung hängt viel ab: der langfristige Fortbestand des Unternehmens natürlich, aber manchmal auch die Sicherung der eigenen Altersversorgung.

Zudem muss der Übergang so strukturiert werden, dass die Begehrlichkeiten der Erben oder des Fiskus die Liquidität des Unternehmens nicht zu sehr strapazieren. Nicht zuletzt muss sich ein Familienunternehmer auch emotional von seinem Betrieb lösen können und dabei den Familienfrieden möglichst bewahren - auch in dem Sinne, dass das Konstrukt möglichen rechtlichen Anfechtungen standhält.

Erfahrungsgemäß sind vor allem zwei Faktoren für eine erfolgreiche Nachfolgeregelung entscheidend: Zeit und professionelle Planung. Die Erfahrung zeigt aber leider auch, dass viele Unternehmer sich zu spät mit einer praktikablen Nachfolgeregelung auseinandersetzen. Wenn die Entscheidung unausweichlich ist, fehlt die Zeit für eine sorgfältige Übergabe.

Dabei zählt es zur unternehmerischen Verantwortung, die Planung für die Zeit "danach" rechtzeitig anzugehen. Schließlich können nicht nur das Alter, sondern auch Krankheit und Tod einen Wechsel erforderlich machen. Nur wenn rechtzeitig geeignete Vollmachten erteilt und Verfügungen für den Todesfall getroffen worden sind, wird vermieden, dass das Unternehmen längere Zeit führungslos ist.

Einen Nachfolger aus dem Kreis der Familie oder aus dem Unternehmen aufzubauen, kann Jahre in Anspruch nehmen. Der Unternehmer muss zunächst eine geeignete Person identifizieren, diese für die führende Rolle im Unternehmen gewinnen, auf die spätere Aufgabe sorgfältig vorbereiten und sie dann bei Kunden und Geschäftspartnern einführen.

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